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Systematischer Überblick: Therapie mit Opioiden bei chronischen Rückenschmerzen, 2007

Schlüsselwörter: Opioide, Morphin, chronische Rückenschmerzen, Lumbalgie, Ischialgie, Schmerzen, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Opioide (Morphin und Derivate) werden gelegentlich für chronischen Rückenschmerzen verschrieben, die trotz  Schmerztherapie weiter anhalten. In einer Übersicht (1) haben Autoren 38 Studien die Wirksamkeit dieser Vorgehensweise untersucht.

Die Forscher kommen zu der Schlussfolgerung, dass Opioide zumindest in der Kurzzeittherapie wirksam sind. Deren langfristigen Wirksamkeit ist noch unklar.  Unter Opioiden kommt es häufig zu unerwünschten Medikamentenwirkungen und auch Medikamentenmissbrauch.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1):

HINTERGRUND: Häufigkeit, Wirksamkeit und das Suchtrisiko unter Opiodtherapie bei Personen mit chronischen Rückenschmerzen ist unklar.

ZWECK DER STUDIE: Bestimmung der Häufigkeit einer Opiodtherapie bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, der Wirksamkeit der Medikation und der Prävalenz von Störungen durch den Einsatz der opioiden Substanz.

DATENQUELLEN: Englisch sprachige Studien aus MEDLINE (1966 – März 2005), EMBASE (1966 - März 2005), Cochrane Central Register of Controlled Clinical Trials (einschließlich 4. Quartal 2004), PsychInfo (1966 – März 2005) sowie zusammengetragene Hinweise.

STUDIENAUSWAHL: Artikel mit Untersuchungen nicht geburtshilflich angebundener Erwachsener; Applikation oraler, topischer oder transdermaler Opioide; Schwerpunkt Therapie chronischer Rückenschmerzen.

DATENEXTRAKTION: Unabhängige Extraktion der Daten und Bestimmung der Studienqualität durch zwei Studienmitarbeiter. DATENSYNTHESE: Die Verordnung von Opioiden variierte in Abhängigkeit des jeweiligen therapeu-tischen Settings (range 3% - 66%). Die Metaanalyse der 4 Studien zur Wirksamkeit von Opioiden verglichen mit Placebo oder Kontrollgruppen mit nicht opioider Therapie ergab keinen Hinweis auf eine Schmerzreduktion  durch Opioide (g, -0.199 zusammengesetzte standarisierte mittlere Differenz [95% Konfidenzintervall, -0,49 bis 0.11]; P=0.136). Die Metaanalyse von 5 Studien, die die Wirksamkeit verschiedener Opioide direkt verglichen, zeigte eine nicht signifikante Schmerzreduktion im Bereich der Baseline. (g, -0.93 zusammengesetzte mittlerer Differenz [Konfidenzintervall, -1,89 bis -0.03]; P=0.055). Die Häufigkeit von Störungen durch den Einsatz der opioiden Substanz bezogen auf die Lebenszeit schwankte von 36 % bis 56 % und die geschätzte Häufigkeit von gegenwärtigen Störungen durch die Substanz lag in einer Höhe von 43 %. Anormales Medikamenteneinnahmeverhalten schwank-te zwischen 5 % und 24 %.

AUSSCHLUSSKRITERIEN: Voreingenommenheit und Befangenheit in Zusammenhang mit Abruf und Publikation der Daten sowie unzureichende Studienqualität.

SCHLUSSFOLGERUNG: Opioide werden im allgemeinen bei chronischen Rückenschmerzen verschrieben und können eine kurzzeitige Schmerzminde-rung bewirken. Hinsichtlich einer langfristigen Wirksamkeit (≥ 16 Wochen) ist die Datenlage unklar. Unerwünschte Medikamentenwirkungen im Einsatz von Opioiden bei Rückenschmerzen sind die Regel, anormales Medikamenten-Einnahmeverhalten tritt in bis zu 24 % der Patienten auf.

  1. Martell BA et al. Systematic review: Opioid treatment for chronic back pain: Prevalence, efficacy, and association with addiction. Ann Intern Med 2007 Jan 16; 146:116-27.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013