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HINTERGRUND:
Häufigkeit, Wirksamkeit und das Suchtrisiko unter
Opiodtherapie bei Personen mit chronischen Rückenschmerzen
ist unklar.
ZWECK
DER STUDIE: Bestimmung der Häufigkeit einer
Opiodtherapie bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen,
der Wirksamkeit der Medikation und der Prävalenz
von Störungen durch den Einsatz der opioiden
Substanz.
DATENQUELLEN:
Englisch sprachige Studien aus MEDLINE (1966 – März
2005), EMBASE (1966 - März 2005), Cochrane Central
Register of Controlled Clinical Trials (einschließlich
4. Quartal 2004), PsychInfo (1966 – März 2005)
sowie zusammengetragene Hinweise.
STUDIENAUSWAHL:
Artikel mit Untersuchungen nicht geburtshilflich
angebundener Erwachsener; Applikation oraler,
topischer oder transdermaler Opioide; Schwerpunkt
Therapie chronischer Rückenschmerzen.
DATENEXTRAKTION:
Unabhängige Extraktion der Daten und Bestimmung der
Studienqualität durch zwei Studienmitarbeiter.
DATENSYNTHESE: Die Verordnung von Opioiden variierte
in Abhängigkeit des jeweiligen therapeu-tischen
Settings (range 3% - 66%). Die Metaanalyse der 4
Studien zur Wirksamkeit von Opioiden verglichen mit
Placebo oder Kontrollgruppen mit nicht opioider
Therapie ergab keinen Hinweis auf eine
Schmerzreduktion durch Opioide (g, -0.199
zusammengesetzte standarisierte mittlere Differenz
[95% Konfidenzintervall, -0,49 bis 0.11]; P=0.136).
Die Metaanalyse von 5 Studien, die die Wirksamkeit
verschiedener Opioide direkt verglichen, zeigte eine
nicht signifikante Schmerzreduktion im Bereich der
Baseline. (g, -0.93 zusammengesetzte mittlerer
Differenz [Konfidenzintervall, -1,89 bis -0.03];
P=0.055). Die Häufigkeit von Störungen durch den
Einsatz der opioiden Substanz bezogen auf die
Lebenszeit schwankte von 36 % bis 56 % und die geschätzte
Häufigkeit von gegenwärtigen Störungen durch die
Substanz lag in einer Höhe von 43 %. Anormales
Medikamenteneinnahmeverhalten schwank-te zwischen 5
% und 24 %.
AUSSCHLUSSKRITERIEN:
Voreingenommenheit und Befangenheit in Zusammenhang
mit Abruf und Publikation der Daten sowie
unzureichende Studienqualität.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Opioide werden im allgemeinen bei chronischen Rückenschmerzen
verschrieben und können eine kurzzeitige
Schmerzminde-rung bewirken. Hinsichtlich einer
langfristigen Wirksamkeit (≥ 16 Wochen) ist
die Datenlage unklar. Unerwünschte
Medikamentenwirkungen im Einsatz von Opioiden bei Rückenschmerzen
sind die Regel, anormales
Medikamenten-Einnahmeverhalten tritt in bis zu 24 %
der Patienten auf.
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