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Dauer-Harnblasenkatheter bei älteren Patienten, 2007

Schlüsselwörter: Studie, Dauer- Harnblasenkatheter bei älteren Patienten, Verweilkatheter, Harnkatheter, Harninkontinenz, Urin, Pflege, Harnblase

Harnblasenkatheter werden in Krankenhäusern bei älteren Patienten häufig verwendet. Die Gründe sind zum Teil medizinisch, zum Teil pflegerisch, um die Pflegeaufwand zu reduzieren. Eine aktuelle Studie (1) untersuchte die Fragestellung, ob Dauerkatheterisierung bei älteren Patienten ohne medizinische Indikation mit einer schlechten Outcome assoziert war.

Die Autoren kommen zu der Schlussfolgerung, dass die Dauerkatheterisierung ohne spezifische medizinische Indikation mit einem größeren Sterberisiko und einem längeren stationären Aufenthalt verbunden. Die Ergebnisse sind kaum überraschend, wenn man die möglichen Komplikationen der Dauer- Harnblasenkatheter -wie Infektions- und Traumarisiko. bedenkt.  

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1):

Dauerkatheterisierung bei hospitalisierten älteren Patienten: Wie beeinflusst diese Maßnahme das Sterberisiko, die Länge des stationären Aufenthalts, den funktionellen Abbau und die Aufnahme in ein Alterspflegeheim?

Das Ziel dieser prospektiven Kohortenstudie war, den Zusammenhang  zwischen Dauerkatheterisierung ohne spezifische medizinische Indikation und deren nachteilige Auswirkungen zu bestimmen.  535 Patienten über 70 Jahre wurden ohne spezifische medizinische Indikation zur Dauerkatheterisierung in ein kanadisches Lehrkrankenhaus aufgenommen. Bei einer Dauerkatheterisierung innerhalb von 48 Stunden nach der Aufnahme wurden die Faktoren Sterberisiko, Länge des stationären Aufenthalts, Abbau beim Verrichten von alltäglichen Tätigkeiten und Neuaufnahme in ein Altenpflegeheim beurteilt.

Ergebnisse: Dauerkatheter wurden bei 76 der 535 Patienten (14%) ohne spezifische medizinische Indikation gelegt. Katheterisierte Patienten starben mit einer höheren Wahrscheinlichkeit im Krankenhaus (6,6% versus 1,5% der nicht katheterisierte Patienten) und innerhalb von 90 Tagen nach der Klinikentlassung (25% versus 10,5%). Katheterisierte Patienten verweilten auch länger stationär (Median 6 Tage versus 4 Tage). Die Katheterisierung stand nicht im Zusammenhang mit einem Abbau beim Verrichten der alltäglichen Tätigkeiten oder  der Aufnahme in ein Altenpflegeheim.

Fazit: Bei dieser Kohortenstudie an älteren Patienten war die Dauerkatheterisierung ohne spezifische medizinische Indikation mit einem größeren Sterberisiko und einem längeren stationären Aufenthalt verbunden.

  1. Holroyd-Leduc JM et al. The relationship of indwelling urinary catheters to death, length of hospital stay, functional decline, and nursing home admission in hospitalized older medical patients. J Am Geriatr Soc 2007 Feb; 55:227-33

 

 

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Stand: 25. Mai 2013