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Clostridium difficile bedingte Durchfälle: Therapie mit dem neuen Antibiotikum Rifaximin (Normix®), 2007

Schlüsselwörter: Pseudomembranöse Kolitis, Clostridium difficile, Diarrhoe, Durchfälle, Antibiotika, Antibiotikum, Rifaximin, Normix, antibiotikaassoziierte Kolitis

Clostridium difficile bedingte Durchfälle (CDAD: Clostridium difficile-associated diarrhea) treten nach der Initialtherapie in 50% der Fälle erneut auf. Einige Patienten erleiden sogar mehrere Rezidive. Die Ursache der Rezidive sind die Bakterien-Sporen (schlafende Bakterien), die Therapie mit den Standard-Medikamenten  Metronidazol und Vancomycin überleben. Rezidive werden üblicherweise mit längerer Antibiotika-Gabe oder Antibiotika-Kombinationen behandelt. Auch Probiotika werden eingesetzt, um die Darmflora wieder herzustellen.

Forscher berichten in einer aktuellen Studie (1) über eine weitere Therapie-Alternative mit dem Antibiotikum Rifaximin (Normix®). Rifaximin ist ein nicht resorbierbares Rifamycinderivat, das in den USA zur Behandlung Magen-Darm-Infekte verwendet wird. Dort ist  Rifaximin (Normix®) seit 2004 auch zur Therapie der unkomplizierten Reisediarrhö zugelassen.

In der  Studie wurden 8 Patienten mit vier bis acht CDAD-Rezidiven innerhalb eines Jahres für Zwei-Wochen mit Rifaximin behandelt.  Die Rifaximin wurde umgehend nach einer  kompletten Vancomycin-Therapie, die wegen einer CDAD durchgeführt wurde, angeschlossen. Alle Patienten waren zu Beginn der Rifaximin-Therapie asymptomatisch. Sieben Patienten blieben auch im Mittel für 233 Tage nach Therapie ohne CDAD-Symptome. Wiederholte Stuhl-Toxin-Untersuchungen auf C. Difficile waren bei diesen Patienten negativ. Eine Patientin hatte nach zehn Tagen eine CDAD-Rezidiv, nach dem Rifaximin-Therapie beendet wurde. Die Patientin sprach auf eine zweite Therapie mit Rifaximin an und blieb für 9 Monate rezidivfrei.

Stuhluntersuchungen vor der ersten Rifaximin-Therapie zeigten, dass Clostridium difficile Rifaximin-sensitiv war. Nach der zweiten Rifaximin-Regime entwickelte sich jedoch eine Rifaximin-Resistenz.

Fazit: Rezidive der Clostridium difficile bedingte Durchfälle (CDAD) und deren Therapie werden auch in Deutschland ein Riesen-Problem, das mit dem häufigen Antibiotika-Einsatz hier zu Lande zusammenhängt. Rifaximin (Normix®) war in dieser Studie im Kombination mit Vancomycin eine effektive Therapie für CDAD-Rezidive.

Die Kombinationstherapie mit Vancomycin war gewählt worden, um Resistenzbildung gegen Rifaximine gering zu halten. Bei einer Patientin kam es trotzdem zu Rifaximin-Resistenz, das bei einer breitflächigen Einsatz von Rifaximin problematisch werden könnte.

Die Autoren fordern randomisiert-kontrollierte Studien für die Rezidiv-Therapie der Clostridium difficile bedingten Durchfälle.

  1. Johnson S. et al: Interruption of recurrent Clostridium difficile-associated diarrhea episodes by serial therapy with vancomycin and rifaximin. Clin Infect Dis. 2007 Mar 15;44(6):846-8

Nachtrag

Rifaximin (Xifaxan®) gegen Reisedurchfall in Deutschland zugelassen, 2008. Mehr...

 

 

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Stand: 25. Mai 2013