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GI-Komplikationen mit Cox-2-Hemmer und NSAR in der Allgemeinbevölkerung, 2007

Schlüsselwörter: Magenulkus, Magenblutung, Cox-2-Hemmer und NSAR in Allgemeinbevölkerung, Ulkus, blutung, Nebenwirkung, gastrointestinale Komplikationen, Nebenwirkungen, Aspirin, NSAR, Diclofenac, Ibuprofen, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Gleich zwei Studien in Gastroenterology untersuchten die Häufigkeit der gastrointestinalen Komplikationen (vor allem Magen-Ulkus und Magen-Blutungen) unter Cox-2-Hemmern in der Allgemeinbevölkerung.

Bei der  ersten Studie (1) wurden Cox-2-Hemmer mit nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR) verglichen. Die erste Studie ergab, dass Cox-2-Hemmer zwar mit einem Risiko für GI-Komplikationen assoziert waren, aber dieses Risiko niedriger war als bei den traditionellen NSAR (wie Diclofenac oder Ibuprofen).

Die zweite Studie (2) zeigte, dass Cox-2-Hemmer im Vergleich zum Placebo ein höheres Risiko für GI-Komplikationen aufweisen. 

Insgesamt kann man von den beiden Studien die folgende Schlussfolgerung ziehen: Cox-2-Hemmer führen zwar im Vergleich zu NSAR vermutlich weniger zu gastrointestinalen Nebenwirkungen (wie Magenulkus und Blutungen). Aber ein günstiges Sicherheitsprofil für GI-Komplikationen weisen die Cox-2-Hemmer aber auch nicht auf. 

1-Studie: Das Risiko einer Komplikation des oberen Gastrointestinaltrakts bei Anwendern traditioneller NSAR und Cyclooxygenase II-Hemmern in der Allgemeinbevölkerung

Traditionelle nicht-aspirinhaltige und nichtsteroidale Antirheumatika wurden mit einem 3- bis 5-fach erhöhten Risiko für eine Komplikation des oberen Gastrointestinaltrakts assoziiert. Ob der Einsatz von selektiven Cyclooxygenase II-Hemmern sich in einer klinisch relevanten reduzierten Toxizität niederschlagen wird, ist bisher in der Allgemeinbevölkerung noch nicht weitreichend untersucht worden.

Für die Fallkontrollstudie in „Gastroenterology“ wurden die Daten von 1561 Fällen mit einer Komplikation des oberen Gastrointestinaltrakts zwischen den Jahren 2000 und 2005

ausgewertet. Eine Zufallsauswahl von 10 000 Kontrollen wurde häufigkeitsangepasst bezüglich des Alters, Geschlechts und Kalenderjahres.

Ergebnisse: Das angepasste relative Risiko einer Komplikation des oberen Gastrointestinaltrakts, das mit dem aktuellen Verbrauch assoziiert war, ergab für die traditionellen nichtsteroidalen Antirheumatika 3,7 und für die Cyclooxygenasehemmer 2,6. Die tägliche Dosis war bei beiden Substanzen ein Prädiktor für ein erhöhtes Risiko. Patienten, die NSAR einnahmen und bei

denen eine verlängerte Plasmahalbwertszeit oder eine langsame Ausscheidung vorlag, hatten ein erhöhtes Risiko für eine  Komplikation des oberen Gastrointestinaltrakts. Insgesamt war das geschätzte relative Risiko für die Cyclooxygenasehemmer verglichen mit den traditionellen NSAR 0,8. Bei den Nichtbenutzern von Aspirin betrug das entsprechende Risiko der Cyclooxygenasehemmer 0,6.

Fazit: Cyclooxygenasehemmer sorgen für mehr Sicherheit im oberen

Gastrointestinaltrakt als traditionelle NSAR obwohl das Risiko für eine Komplikation des oberen Gastrointestinaltrakts von der täglichen Dosis des einzelnen Medikaments sowie von der  Verweildauer im Plasma zusätzlich zu der Selektivität für die Cyclooxygenase II abhängt.

Außerdem ist der gleichzeitige Einsatz von Aspirin ein starker Modifikator des  Cyclooxygenasehemmer-Effekts, der die Überlegenheit über die NSAR bezüglich der Sicherheit für den Gastrointestinaltrakt bei Nichtanwendung von Aspirin zunichte macht.

2-Studie: Magenulkus und Magenblutung in Verbindung mit Rocefoxib während einer Kolorektal-Adenom-Prävention-Studie

  1. García Rodríguez LA and Barreales Tolosa L. Risk of upper gastrointestinal complications among users of traditional NSAIDs and COXIBs in the general population. Gastroenterology 2007 Feb; 132:498-506.

  2. Lanas A et al. Peptic ulcer and bleeding events associated with rofecoxib in a 3-year colorectal adenoma chemoprevention trial. Gastroenterology 2007 Feb; 132:490-7.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013