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KHK: Stent oder minimal invasive Bypass-Operation?, Zwei Meta-Analysen in BMJ 2007

Schlüsselwörter: Minimal invasive Bypass-Operation, Herzbypass, Herzchirurgie, Myokardinfarkt, Koronare Herzkrankheit, KHK, Herzinfarkt, Stents, Herz-Bypass-Operation, Herz-Operation, Perkutanen koronare Intervention, PCI, Stent-Implantation, Revaskularisierung, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Perkutane koronare Intervention (PCI) mit Stenting und Bypass-Operation (ACVB) sind bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) zwei konkurrierende Verfahren. Es wird schon seit langem kontrovers diskutiert, ob  PCI mit Stent oder Bypass-Operation (ACVB) bei KHK-Patienten mehr Vorteile anbietet.

Bei unkomplizierter Eingefäßerkrankung werden die Ergebnisse der perkutanen koronaren Intervention (PCI) infolge der Stent-Implantation immer besser und der Unterschied zur Bypass-Operation immer geringer. Bei Mehrgefäß-Koronarerkrankung scheint  Bypass jedoch besser als Stent zu sein (1). Inzwischen werden auch zunehmend mehr minimal invasive Bypass-Operation ohne Sternotomie und ohne Kardioplegie durchgeführt, die für die Patienten weniger Belastend als die offene Bypass-Operaiton sind.

Aktuell forschten zwei Meta-Analysen in BMJ Studien, die Stenting mit Bypass-Operation verglichen.

In der ersten Meta-Analyse (3) wurden Studien, die bei Patienten mit Stenose der LAD (left anterior descending arterie) Stenting mit minimal invasiven Bypass-Chirurgie verglichen. Stenting war mit einer höheren Rate an Angina Pectoris, kardio-zerebralen-Komplikationen und koronarer Re-Vaskulasierung assoziert, als Bypass-OP. Mortalitätsraten waren in beiden Gruppen ähnlich.

Eine kosten-Analyse zeigte (4), dass Stenting in den ersten zwei Jahren kosteneffektiver war. Nach fünf Jahren war jedoch Bypass-Op kosteneffektiver.

Eine weitere aktuelle Meta-Analyse (5) in BMJ zeigte ebenfalls, dass Bypass-OP nach fünf Jahren kostengünstiger war, als PCI mit Stenting.

Fazit: Die erste Meta-Analyse zeigte, dass minimal invasive Bypass-Operation  bei Patienten mit einer LAD-Stenose der Stenting hinsichtlich der kardio-zerebralen Komplikationen überlegen war. Zwischen beiden Verfahren gab es bezüglich der Mortalität keinen Unterschied.  Die erste und zweite Meta-Analyse zeigten darüber hinaus, dass Bypass-Chirurgie nach fünf Jahren kosteneffektiver  war.

Die beiden Meta-Analysen beinhalteten jedoch nur Daten von älteren Metallstents, und nicht von den neuen medikamentenbeschichteten Stents (drug-eluting-stents, DES). Ein Editorialist schlägt vor, dass multidisziplinäre Teams, bestehend aus Kardiologen und Herzchirurgen, die Patienten vor einer Revaskularisation beraten sollten. 

  1. Mehrgefäß-KHK: Bypass besser als Stent, NEJM 2005

  2. KHK und Herzinfarkt: Minimal invasive Bypass-Chirurgie besser als PTCA mit Stent-Implantation? 2002

  3. Aziz O et al. Meta-analysis of minimally invasive internal thoracic artery bypass versus percutaneous revascularisation for isolated lesions of the left anterior descending artery. BMJ 2007 Mar 24; 334:617

  4. Rao C et al. Cost effectiveness analysis of minimally invasive internal thoracic artery bypass versus percutaneous revascularisation for isolated lesions of the left anterior descending artery. BMJ 2007 Mar 24; 334:621

  5. Griffin SC et al. Cost effectiveness of clinically appropriate decisions on alternative treatments for angina pectoris: Prospective observational study. BMJ 2007 Mar 24; 334:624

 

 

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Stand: 25. Mai 2013