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Intensivierte
intraoperative Insulintherapie versus konventionelles
Blutzuckermanagement in der Herzchirurgie, 2007
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Intensivierte intraoperative Insulintherapie, konventionelles
Blutzuckermanagement, Herzchirurgie, Blutzucker, Operation, Insulin,
perioperativ, postoperativ, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Während
einer Herzchirurgischem Eingriff kommt es selbst bei
Nicht-Diabetes-Patienten relativ häufig zu
Hyperglykämien (Überzuckerung). Es ist bisher
unbekannt, ob eine rigorose intraoperative
Blutzuckerkontrolle Mortalität und Morbidität bei
herzchirurgischen Eingriffen reduziert.
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Ziel
einer randomisierten kontrollierten Studie (1) mit
unbekannter Abschlussbewertung in den „Annals of
Internal Medicine“ war, die Ergebnisse der
intensivierten Insulintherapie während
herzchirurgischer Eingriffe mit denen eines
konventionellen intraoperativen Blutzuckermanagment
bei Erwachsenen mit und ohne Diabetes mellitus, die
sich einem herzchirurgischen Eingriff unterziehen
mussten, zu vergleichen. Das Primärergebnis setzte
sich aus den Faktoren Sterberisiko, Infektionen des
Brustbeins, verlängerte Beatmungsdauer, kardiale
Arrhythmien, Schlaganfälle und Nierenversagen
innerhalb von 30 Tagen nach der Operation zusammen.
Sekundäre Ergebnisse waren die Länge des
Aufenthalts auf der Intensivstation und des stationären
Aufenthalts.
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Die
Patienten wurden zufällig zu zwei Gruppen
zugeteilt: Eine Gruppe erhielt eine kontinuierliche
Insulininfusion, um die intraoperativen Glucosewerte
zwischen 80 und 100 mg/dl zu halten (199 Patienten),
die andere Gruppe eine konventionelle Behandlung
(201 Patienten). Letzteren wurde während des
operativen Eingriffs erst dann Insulin verabreicht,
wenn der Blutzuckerwert auf über 200 mg/dl stieg.
Beide Gruppen wurden nach der Operation mit einer
Insulininfusion behandelt, um den Blutzucker auf
normoglykämischem Niveau zu halten.
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Ergebnisse:
Die mittleren Glucosekonzentrationen waren bei der
Gruppe mit der intensivierten Therapie am Ende des
Eingriffs statistisch signifikant niedriger (114
mg/dl) gegenüber der konventionellen Gruppe (157
mg/dl). Bei 82 von 185 Patienten (44%) der Gruppe
mit der intensivierten Therapie und 86 von 186
Patienten (46%) der Gruppe mit der konventionellen
Therapie kam es zu einem unerwünschten Ereignis. Es
traten mehr Todesfälle (4 versus 0) und mehr
Schlaganfälle (8 versus 1) in der Gruppe mit der
intensivierten Therapie auf. Die Länge des
Aufenthalts auf der Intensivstation (2 versus 2 Tage
im Mittel) und die Länge des stationären
Aufenthalts (8 versus 8 Tage im Mittel) waren für
beide Gruppen gleich.
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Fazit:
Die intensivierte intraoperative Insulintherapie während
eines herzchirurgischen Eingriffs reduziert die
perioperative Sterblichkeit und die Morbidität nicht.
Die erhöhte Rate an Todesfällen und Schlaganfällen
in der Gruppe mit der intensivierten Therapie lässt
Bedenken über einen routinemäßigen Einsatz dieser
Methode aufkommen.
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-
Gandhi
GY et al. Intensive intraoperative insulin
therapy versus conventional glucose management
during cardiac surgery: A randomized trial. Ann
Intern Med 2007 Feb 20; 146:233-43.
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