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Mortalitätsrisiko
älterer Patienten in Zusammenhang mit konventionellen und
atypischen Neuroleptika, 2007
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Risperidon, Risperdal, Aripiprazol, Abilify, Olanzapin, Zyprexa,
Quetiapin, Seroquel, Clozapin, Leponex, Ziprasidon, Zeldox,
Antipsychotika, Klassische alte Konventionelle Neuroleptika, Haldol,
Haloperidol, atypische Neuroleptika, Höhere Sterblichkeit,Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Hintergrundinformation:
In Deutschland gehören zu den atypischen
Neuroleptika unter anderem Aripiprazol (Abilify®),
Olanzapin (Zyprexa®), Quetiapin (Seroquel®),
Risperidon (Risperdal®), Clozapin (Leponex®) und
Ziprasidon (Zeldox®).
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FDA-Experten
hatten warnend darauf hingewiesen, dass der Gebrauch
atypischer Neuroleptika das Mortalitätsrisiko ältere
Patienten (3) erhöht. Eine weitere retrospektive
Studie (2) in NEJM hatte darüber hinaus ergeben,
dass nicht nur neuere so genannte atypische
Neuroleptika bei pflegebedürftigen älteren
Menschen die Sterblichkeit.erhöhten, auch unter
konventionellen Antipsychotika kam es zu einer höheren
Sterblichkeit.
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Jetzt
bestimmte eine Studie in CMAJ (1) daher die
Kurzzeit-Mortalität innerhalb einer
populationsbasierten Kohorte älterer Menschen in
British Columbia, denen konventionelle und atypische
Neuroleptika verschrieben wurden.
Die
Ergebnisse der aktuellen ergab ebenfalls, dass
Mortalitätsrisiko älterer Patienten in
Zusammenhang mit der Einnahme konventioneller oder
atypischer Neuroleptika insgesamt höher ist. Möglicherweise
ist das Risiko unter konventioneller Neuroleptika
soger höher, als unter atypischer Neuroleptika.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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METHODEN:
Unter Verwendung vernetzter Daten der angewandten
Gesundheitspflege der Bewohner von British Columbia
wurde eine Kohorte von 65-jährigen und älteren
Personen, die im Zeitraum von Januar 1996 bis
Dezember 2004 die Einnahme von Psychopharmaka
begonnen hatten und nicht an Krebs erkrankt waren,
identifiziert. Es wurde die 180-Tage-Mortalitätsrate
(einschließlich aller Todesursachen) zwischen der
konventionell medikamentös therapierten Gruppe und
der mit atypischen Psychopharmaka therapierten
Gruppe verglichen.
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ERGEBNISSE:
Von den 37.241 erfassten älteren Personen der
Studienkohorte wurden 12.882 der Gruppe mit
konventioneller medikamentöser Therapie, 24.359 der
Gruppe mit atypischer medikamentöser Therapie
zugeordnet. In der Gruppe mit konventionellen
Neuroleptika starben innerhalb der ersten 180
Behandlungstage 1.822 Patienten (14.1%), in der
Gruppe mit atypischen Neuroleptika 2.337 Patienten
(9.6%) [Mortalitätsratio 1.47, 95%
Konfidenzintervall 1.39-1.56]. Nach multivariabler
Angleichung ergab sich ein Wert bezüglich der
180-Tage-Mortalitätsratio von 1.32 (1.23-1.42). Im
Vergleich zu Risperidon (Risperdal®) war
Haloperidol (Haldol®) mit dem stärksten Anstieg
der Sterblichkeit verbunden (Mortalitäts-Ratio
2.14, 95% Konfidenzintervall 1.86-2.45), während
Patienten unter Medikation mit Loxapin die
niedrigste Sterblichkeit aufwiesen (Mortalitätsratio
1.29, 95% Konfidenzintervall 1.19-1.40). Der
deutlichste Anstieg der Sterblichkeit trat bei
Personen mit höherer (d.h. überdurchschnittlicher)
Dosierung von konventionellen Neuroleptika (Mortalitätsratio
1.67, 95% Konfidenzintervall 1.50-1.86) und
innerhalb der ersten 40 Tage nach Beginn der
medikamentösen Therapie auf (Mortalitätsratio
1.60, 95% Konfidenzintervall 1.42-1.80). Die
Ergebnisse wurden mittels Propensity-Score-Analysen
sowie instrumenteller variabler Schätzungen bestätigt
und mögliche Restfehlerquellen minimiert.
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FAZIT:
Das Mortalitätsrisiko älterer Patienten ist in
Zusammenhang mit der Einnahme konventioneller
Neuroleptika vergleichbar und möglicherweise höher
als das unter Medikation mit atypischen Neuroleptika.
Bis weitere diesbezügliche evidenzbasierte Daten
vorliegen, sollten praktische wie klinisch tätige
Ärzte jegliche Neuroleptika bei älteren Patienten
als gleichermaßen risikoreich einschätzen.
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Schneeweiss
S et al. Risk of death associated with the use
of conventional versus atypical antipsychotic
drugs among elderly patients. CMAJ 2007 Feb 27;
176:627-32
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Geriatrie:
Höhere Sterblichkeit auch unter konventionellen
Neuroleptika
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Atypische
Neuroleptika bei Demenz: FDA-Warnung wg.
Sterberisiko-Erhöhung
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