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Wie
lange sollte man venöse Thromboembolien behandeln? Antikoagulation
für 3 Monate versus für 6 Monate?
2007
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| Schlüsselwörter:
Dauer, idiopathisch, therapiedauer, Leitlinien, Thrombose, VTE,
tiefe Venenthrombose, Phlebothrombose, Thromboembolie, D-Dimer,
Blutung, Gerinnungsfaktor VIIa, Blutungen, Gerinnungsfaktoren ,
Antidot, Warfarin, Coumadin, Phenprocoumon, Marcumar, Vitamin K,
International Normalized Ratio, INR, Quick-Wert, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung,
Medikament und Studien. |
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Während
es inzwischen allgemein (US-Leitlinie
zur Diagnostik der venösen Thromboembolien (VTE 2007)
akzeptiert wird, dass Patienten mit venösen
Thromboembolien (VTE) mindestens für 3 Monate
therapeutisch antikoaguliert werden sollten, gibt es
noch Unklarheit, ob die Antikoagulation über 3
Monate hinaus weitergeführt werden sollte.
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In
einer neuen Studie in BMJ wurden 749 Patienten mit
VTE (Lungenembolie oder tiefe Beinvenenthrombose)
aus 46 Krankenhäusern in England einbezogen. Keiner
der Patienten hatten anhaltende Prädisposition für
VTEs. Ungefähr die Hälfte hatte vorübergehende
Risikofaktoren (wie Operation), und die andere Hälfte
hatte keine erkennbare Risikofaktoren oder Ursachen.
Die Patienten wurden entweder für Antikoagulation für
3 Monate oder für 6 Monate randomisiert (INR
zwischen 2,0-3,5)
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In
einer neuen Studie in BMJ wurden 749 Patienten mit
VTE (Lungenembolie oder tiefe Beinvenenthrombose)
aus 46 Krankenhäusern in England einbezogen. Keiner
der Patienten hatten anhaltende Prädisposition für
VTEs. Ungefähr die Hälfte hatte vorübergehende
Risikofaktoren (wie Operation), und die andere Hälfte
hatte keine erkennbare Risikofaktoren oder Ursachen.
Die Patienten wurden entweder für Antikoagulation für
3 Monate oder für 6 Monate randomisiert (INR
zwischen 2,0-3,5)
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Patienten
wurden für 12 Monate beobachtet. Während der
Therapie gab es 6 Therapieversager (keine Besserung
oder Rekurrenz) in der 3-Monate-Gruppe, und 10 in
der 6-Monate-Gruppe. Nach der Therapie gab es 23
Therapieversager in der 3-Monate-Gruppe, und 16 in
der 6-Monate-Gruppe). Die kombinierte Rate von
fatalen und nicht-fatalen thrombotischen
Komplikationen betrug 8% in beiden Gruppen. In der
3-Monate-Gruppe traten keine schwere Blutungen,
dagegen kam es in der 6-Monate-Gruppe zu 8 Fällen
mit schweren Blutungen.
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Fazit:
In dieser Studie war eine 3-monatige Therapie der
venösen Thromboembolien genauso wirksam wie eine
6-Monatige. Zudem war das Blutungsrisiko in der
3-monatigen Therapiegruppe geringer.
Für
Patienten mit Lungenembolie oder tiefer
Beinvenenthrombose in England und ohne bekannte
anhaltende Risikofaktoren bietet somit eine Verlängerung
der Antikoagulation-Dauer von 3 Monaten auf 6 Monate
keine signifikante Vorteile. Mögliche Vorteile wären
zu klein, und sie müssten gegen ein erhöhtes
Blutungsrisiko bei einer längeren Therapie mit
Marcumar abgewogen und begründet
werden.
Medknowledge-Anmerkung:
In der Studie waren neben den Patienten mit vorübergehenden
(transienten) Risikofaktoren, auch Patienten ohne
erkennbare Risikofaktoren (idiopathisch) für
Thromboembolien rekrutiert. Eine dreimonatige
Therapie scheint für Patienten mit transienten
Risikofaktoren auf jeden Fall ausreichend zu sein. Für
Patienten mit idiopathischen Thromboembolien ist die
Datenlage jedoch nicht eindeutig. Aktuelle
US-Leitlinien empfehlen für diese Risikogruppe eine
längere Antikoagulation (2). Auch andere Studien
haben gezeigt, dass die Vorteile einer längeren
Antikoagulation bei Patienten mit idiopathischen
Thromboembolien die Risiken (wie Blutungsrisiko) überwiegen
würden (3).
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-
Campbell
IA et al. Anticoagulation for three versus six
months in patients with deep vein thrombosis or
pulmonary embolism, or both: Randomised trial.
BMJ 2007 Mar 31; 334:674
-
US-Leitlinien
zur Therapie der tiefen Venenthrombose, 2007
-
Kearon
C et al. A comparison of three months of
anticoagulation with extended anticoagulation
for a first episode of idiopathic venous
thromboembolism. N Engl J Med 1999
Mar 25 340
901-907
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