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COPD Add-on-Therapie: Addieren vom Anticholinergikum Tiotropium (Spiriva®) zu inhalativen Kortikosteroiden  und langwirksamen ß-Agonisten, 2007

Schlüsselwörter: langwirksamer ß-Agonist, Atemur, Kortison, Kortikosteroid, Salmeterol, Serevent, Aeromax, Tiotropium Tiotropiumbromid, Spiriva, Therapie, COPD, Patienten, Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Chronische Bronchitis, Lungenemphysem, Asthma Bronchiale, Beta-Agonist, Anticholinergikum, Ipratropiumbromid, Atrovent, Vitalkapazität und Lungenfunktion, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Tiotropium (Spiriva®) in Kombination mit Placebo, mit Salmeterol oder mit Fluticasone/Salmeterol zur Therapie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung

Hintergrundinformation: Beta-Agonisten und inhalative Kortikosteroide sind die Basistherapie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Eine neue Studie in NEJM 2007 zeigte, dass Kombitherapie mit Kortison und Betamimetika zwar die  Exazerbationen reduziert, aber nicht die Prognose ändert (2).

Jetzt untersuchte eine Studie aus Canada die Wirksamkeit der Kombinationstherapie aus dem Anticholinergikum Tiotropium (Spiriva®), inhalativem Kortikosteroid Fluticason (Atemur®) und langwirksamem ß-Agonist Salmeterol (Serevent®, Aeromax®). Tiotropiumbromid (Spiriva®) ist ein 24 Stunden wirkendes Anticholinergikum, welches seit 2002 in Deutschland zur Therapie von Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zugelassen ist. 

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1):

Die Behandlung einer mildem oder schwerem chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) mit Kombinationen von inhalativen Kortikosteroiden, langwirksamen ß-Agonisten und langwirksamen anticholinergischen Bronchodilatatoren ist weit verbreitet, aber wenig untersucht.

Die randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie im Journal of Vascular Surgery, an der 449 Patienten mit milder oder schwerer COPD teilnahmen, untersuchte, ob die Kombination von Tiotropium mit Salmeterol oder mit Fluticasone-Salmeterol die klinischen Ergebnisse bei Erwachsenen mit milder bis schwerer COPD im Vergleich zur Monotherapie mit Tiotropium  verbessert. Die Patienten erhielten ein Jahr lang Tiotropium plus Placebo, Tiotropium plus Salmeterol oder Tiotropium plus  Fluticasone-Salmeterol.

Der primäre Endpunkt der Studie war der Anteil an Patienten, bei denen es zu einer Exazerbation der COPD kam, die eine Behandlung mit systemischen Steroiden oder Antibiotika notwendig machte.

Ergebnisse: Der Anteil an Patienten in der Tiotropium plus Placebo-Gruppe bei denen es zu einer Exazerbation kam (62,8%) unterschied sich nicht von dem der Tiotropium plus Salmeterol-Gruppe (64,8%) und dem der Tiotropium plus Fluticasone-Salmeterol-Gruppe (60%). Tiotropium plus Fluticasone-Salmeterol verbesserte die Lungenfunktion und die krankheitsspezifische Lebensqualität und senkte die Anzahl an Hospitalisierungen wegen einer Exazerbation der COPD sowie die Gesamthospitaliserungsrate verglichen mit Tiotropium plus Placebo. Tiotropium plus Salmeterol hingegen verbesserte im Vergleich zu Tiotropium plus Placebo weder die Lungenfunktion statistisch signifikant noch die Hospitalisierungsrate. 

Einschränkungen: Mehr als 40% der Patienten die Tioptopium plus Placebo erhielten und Tiotropium plus Salmeterol unterbrachen die Therapie vorzeitig und viele wechselten über zu einer Behandlung mit inhalativen Steroiden oder langwirksamen ß-Agonisten.

Fazit: Der Zusatz von Fluticasone-Salmeterol zur Tiotropium-Therapie beeinflusste zwar die Raten an COPD-Exazerbationen statistisch nicht signifikant, verbesserte aber die Lungenfunktion, die Lebensqualität und die Hospitalisierungsraten bei Patienten mit moderater bis schwerer COPD.       

  1. Aaron SD et al. Tiotropium in combination with placebo, salmeterol, or fluticasone–salmeterol for treatment of chronic obstructive pulmonary disease. A randomized trial. Ann Intern Med 2007 Feb 19

  2. COPD: Kombitherapie mit Kortison und Betamimetika reduziert zwar die  Exazerbationen, ändert aber nicht die Prognose, 2007

  3. COPD: Kombination der langwirkenden inhalativen Substanzen Spiriva® und Oxis®

 

 

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Stand: 25. Mai 2013