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Helicobacter pylori und Magenkrebs-Arten, 2007  

Schlüsselwörter: Lymphom, Magenkrebs-Prävention, Vorsorge, Eradikationstherapie, Helicobacter Pylori, HP, Magenkarzinom, Adenokarzinom, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Inzwischen geht man davon aus, dass der Keim Helicobacter pylori Magenkrebs auslösen kann, und somit ein Risikofaktor für die Magenkrebs-Entstehung ist.

Eine aktuelle Studie (1) aus Taiwan in der Fachzeitschrift American Journal of Gastroenterology überprüfte die Assoziation von H. Pylori mit verschiedenen Magenkrebs-Arten wie Adenokarzinom und Lymphome.  

Insgesamt 1225 Patienten mit den endoskopisch festgestellte Diagnosen Dyspepsie (Sodbrennen) , Magenulkus und Zwölffingerdarm-Ulkus wurden in die Studie aufgenommen. Etwa die Hälfte der Patienten (618) waren H. Pylorie positiv.  59% der infizierten Patienten erhielten eine Eradikationstherapie. Beide Gruppen wurden alle 2 Jahre endoskopisch kontrolliert.

Nach einer durchschnittlichen Beobachtungsphase von  6 Jahren wurden in der Helicobacter-infizierten Gruppe 7 Adenokarzinome und 1 Lymphom des Magens festgestellt. In der Nicht-Helicobacter-infizierten Gruppe gab es hingegen keinen einzigen Magenkrebs-Fall. Intestinale Metaplasie war ein signifikanter Risikofaktor für Magenkrebs-Entstehung. 

Adenokarzinome wurden sowohl in der Eradikationsgruppe (5 Fälle) als auch in der Nicht-Eradikationsgruppe (2 Fälle) innerhalb der Helicobacter-infizierten Gruppe diagnostiziert. 

Fazit: Die Mediziner ziehen die Schlussfolgerung, dass Helicobacter-pylori-Infektion mit der Entstehung verschiedener Magenkrebs-Arten assoziert ist. Die Forscher empfehlen, Patienten mit intestinalen Metaplasien per Endoskopie weiter zu beobachten (Follow-up)

Medknowledge-Anmerkung: Es ist fraglich, ob diese Ergebnisse aus Taiwan, wo Magenkrebs-Inzidenz hoch ist, auf unsere Breitengrade übertragen werden können. Ein weiterer derzeit umstrittener Punkt ist, ob Helicobacter pylori bei infizierten Patienten aus krebspräventiven Gründen eradiert werden soll. Die Beweislage ist zur Zeit dafür nicht handfest. Mehrere aktuelle Studien, die wir veröffentlicht hatten, belegen nicht eindeutig, dass die Eradikation das Entstehen von Magenkarzinomen verhindert (2,3).

Die Infektionsraten der Bevölkerung mit H. Pylori ist in Deutschland relativ hoch. Daher ist es bei dieser nicht eindeutigen Datenlage Schwierig, eine generelle Eradikationstherapie-Empfehlung zur Magenkrebsprävention zu geben. 

  1. Hsu P-I et al. Helicobacter pylori infection and the risk of gastric malignancy. Am J Gastroenterol 2007 Apr; 102:725-30

  2. Magenkarzinom: H.pylori-Eradikation ohne Wirkung?

  3. Aktuelle Studie: Magenkrebs-Prävention durch Eradikationstherapie bei Helicobacter Pylori?, 2006

 

 

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Stand: 25. Mai 2013