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Blutkulturen bei Kindern, 2007

Schlüsselwörter: Infektionen, Blutkulturen, Kinder, Sepsis, Blutkultur-Abnahme, Kind, Infektion, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Laut einer Studie (1) aus Australien in Pediatrics haben fast die Hälfte aller Blutkulturen zu wenig Blutmenge. Inadäquate Blutvolumen kann zu falsch-negativen Ergebnissen führen. 

Empfohlene Blutmengen nach Alter waren:

  • ≥0.5 mL für Säuglinge jünger als 1 Monat

  • >1.0 mL für Kinder im Alter von  1 bis 36 Monate

  • >4.0 mL für Patienten älter als 36 Monate.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1):

Wie zuverlässig ist ein negatives Ergebnis einer Blutkultur? Aussagen über das ausreichende Blutvolumen für eine Blutkultur in der Routinepraxis eines  Kinderkrankenhauses

ZIELE: Die primären Ziele dieser Studie waren die Bestimmung derjenigen Blutmenge, die für eine Blutkultur in der klinischen Routinepraxis ausreicht, sowie der Nachweis desjenigen  Anteils von Blutkulturen, dem eine für eine zuverlässige Erfassung einer Bakteriämie inadäquate Blutmenge zugrunde liegt.

METHODEN: Es wurden die Volumina aller Blutproben gemessen, die für eine Blutkultur bei Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 18 Jahren in einem umschriebenen Zeitraum von 6 Monaten verwendet wurden. Blutkulturen  wurden dann als adäquate Abnahmen eingestuft, wenn sie ein ausreichendes, altersangemessenes  Blutvolumen enthielten und in einem korrekten Blutkultur-Flaschentyp angelegt waren  Um die Anzahl geeigneter Blutkulturentnahmen zu erhöhen, wurde während der Studie ein Konzept zur pädagogischen Intervention entworfen und umgesetzt. 

ERGEBNISSE: Analysiert wurde das Blutvolumen aus 1358 Blutkulturen von insgesamt 783 Patienten. Von den 1067 Blutkulturen vor Intervention enthielten 491 (46,0%) ein adäquates Blutvolumen, lediglich 378 (35,4%) waren in einem korrekten Blutkultur-Flaschentyp abgenommen. Nach durchgeführter Intervention war ein signifikanter Anstieg sowohl desjenigen Anteils an Blutkulturen mit adäquater Blutmenge (186 [63,9%] von 291 Blutkulturen) als auch mit korrekter Blutentnahme (149 [51,2%] von 291 Kulturen) zu verzeichnen. Insgesamt betrachtet, erbrachten diejenigen Blutkulturen mit einer ausreichenden Blutmenge ein eher positives Ergebnis als solche mit einer inadäquaten (26 [5,1%] von 506 Kulturen versus 22 [2,8%] von 797 Kulturen). 

SCHLUSSFOLGERUNG: In der klinischen Routine ist eine negative Blutkultur bei einem großen Teil der Blutkulturen aufgrund einer nicht ausreichenden Blutmenge in der Regel nicht zu vermeiden. Auch nach einer pädagogischen Intervention waren fast die Hälfte der Blutkulturen inadäquat gesammelt.         

  1. Connell TG et al. How reliable is a negative blood culture result? Volume of blood submitted for culture in routine practice in a children’s hospital. Pediatrics 2007 May; 119:891-6.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013