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Eine
vor kurzem veröffentlichte Studie (2) in Diabetes
Care verglich Rosiglitazon (Avandia®) per os mit täglich
einmal subkutan Insulin-Glargin (Lantus®), als
Add-On-Therapie bei Patienten mit Diabetes-Typ-II,
deren Blutzuckereinstellung mit Metformin und
Sulfonylharnstoffen nicht ausreichend eingestellt
war. Die vom Glargin-Hersteller gesponsorte Studie
zeigte eine gleichwertige Besserung der
Blutzucker-Kontrolle in der Glargin- und
Rosiglitazon-Gruppe.
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Eine
neue Studie in Diabetes Care untersuchte im
Anschluss an die erste Studie (2) die
gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQOL) der
Patienten mit Typ-2-Diabetes in beiden Gruppen. Die
Studien-Ergebnisse ergaben, dass Insulin-Glargin (Lantus®)
und Rosiglitazon (Avandia®) als Add-On-Therapie
vergleichbare Verbesserungen der
Blutzucker-Einstellung erzielten, Therapie mit
Insulin-Glargin (Lantus®) war jedoch mit größeren
Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität
assoziiert.
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FRAGESTELLUNG:
Die Autoren untersuchten die gesundheitsbezogene
Lebensqualität (HRQOL) in Patienten mit
Typ-2-Diabetes unter Behandlung mit Insulin-Glargin
oder Rosiglitazon als Add-on-Therapie zu einem
Sulfonylharstoffpräparat plus Metformin.
METHODEN:
Der HRQOL-Fragebogen wurde an 217 Patienten erhoben,
deren Blutzucker mit dem Sulfonylharstoffpräparat
plus Metformin nicht ausreichend eingestellt war.
Die Patienten waren in eine 24-wöchige,
multizentrische, randomisierte, offene Studie zum
Parallel-Vergleich von Add-on Insulin-Glargin versus
Rosiglitazon eingeschlossen worden. Ein 40 Fragen
umfassender Selbstauskunftsfragebogen wurde von den
Patienten zum Zeitpunkt Baseline und nach jeweils 2,
6, 12, 18, und 24 Wochen abgefragt. Ausserdem
beantworteten die Patienten eine 34 Fragen
umfassende revidierte Diabetes-Symptom-Checkliste (DSC-R),
eine 5 Abfragen umfassende psychische
Wohlbefindenskala (aus der 36 Abfragen umfassenden
"Short-Form Health Survey", SF-36) sowie
eine allgemeine Gesundheitsfrage vom SF-36
vorgelegt. Die Untersuchungen berücksichtigten
nicht den Applikationsort der Medikamente.
ERGEBNISSE:
Beide Behandlungsgruppen zeigten ähnliche
Verbesserungen hinsichtlich der
Blutzucker-Einstellung vom Zeitpunkt Baseline bis
Woche 24 (Änderung von HbA1C: -1,66% in der
Insulin-Glargin-Gruppe, -1,51% in der
Rosiglitazon-Gruppe, P = 0.1446). Beide Gruppen
zeigten ebenso eine Verbesserung des HRQOL, obwohl
die mit Insulin-Glargin behandelten Patienten
signifikant größere Verbesserungen im Vergleich
mit Rosiglitazon bezüglich des DSC-R
Gesamtsymptom-Indexes (P = 0.005), des
Gesamtsymptom-Distress-Indexes (P = 0.03), des
individuellen Indexes für mood symptoms (P =
0.007), der ophthalmologischen Symptome (P = 0.007),
des ophthalmologischen Distresses (P = 0.013), des
Schwäche-Distresses (P = 0.033), sowie der
SF-36Wahrnehmung der allgemeinen Gesundheit (P =
0.047) zeigten.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Obwohl die Gabe von Insulin-Glargin und Rosiglitazon
vergleichbare Verbesserungen der
Blutzucker-Einstellung erzielten, war
Insulin-Glargin mit größeren Verbesserungen des
HRQOL assoziiert. Dies weist darauf hin, daß andere
Faktoren wie z.B. das Sicherheitsprofil und
nichtglykämische Wirkungen die gesundheitsbezogene
Lebensqualität (HRQOL) in Patienten mit
Type-2-Diabetes weiter verbessern.
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