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COX-2 Hemmer Celecoxib (Celebrex®) plus PPI reduziert GI-Blutungsrezidive bei Hochrisiko-Patienten, 2007

Schlüsselwörter: Blutung, PPI, Rezidiv, Celecoxib, Diclofenac, Ulkusblutung, Ulkus, Magengeschwür, Blutungen, Omeprazol, Ulkusblutungen, Arthritis-Patienten, Rofecoxib, Vioxx), Celecoxib, Celebrex, Parecoxib, Dynastat, Cox-2-Hemmer, Protonenpumpen-Hemmer, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Studien haben gezeigt, dass bei Patienten mit kürzlich stattgehabter Ulkusblutungen die Therapie mit Celecoxib (Celebrex®) bezüglich der Vorbeugung rekurrenter Blutungen ähnlich wirksam wie Diclofenac plus dem Protonenpumpenhemmer Omeprazol (2) war. Daher empfehlen amerikanische Schmerztherapie-Leitlinien bei Patienten mit hohem gastrointestinalem Blutungsrisiko entweder einen COX 2-Hemmer oder ein NSAR plus Protonenpumpenhemmer (PPI). Destotrotz entwickeln ca. 5% der Hochrisiko-Patienten unter einer der beiden Therapie-Ansätze (Cox-2-Hemmer oder NSAID plus PPI) eine erneute Magen-Darm-Blutung.

Eine in Lancet 2007 publizierte Studie untersuchte die Fragestellung, ob ein COX 2-Hemmer plus PPI bei 273 Hochrisiko-Patienten mit Arthritis und stattgehabter Ulkusblutung unter NSAR das Risiko für ein Blutungsrezidiv senken kann. Endoskopische Untersuchungen zeigten, dass bei allen Patienten die Ulcera nach PPI-Therapie komplett geheilt waren. Alle Patienten waren frei von H. Pylori Infektion (entweder vom Beginn an, oder nach Eradikationstherapie).

Im Rahmen der Studie jeder Patient 200 mg Celecoxib zweimal täglich für 12 Monate. 137 Patienten wurden zusätzlich für 20mg Esomeprazol (Nexium®) zweimal täglich, oder für Placebo randomisiert. Da es weiterhin Bedenken wegen der Kardiotoxizität der Cox-2-Hemmer bestand, durften die Patienten, falls notwendig, ihre Low-Dose-ASS Medikation erhalten. 

Nach 13-monatiger Beobachtungsphase erlitten 12 Patienten (8,9%) unter der Celecoxib-Monotherapie-Gruppe erneute Ulkusblutungen. In der Kombinationsgruppe Celecoxib plus PPI kam es zu keinem Blutungsrezidiv.

Fazit: Die Autoren ziehen die Schlussfolgerung, dass die Kombinationstherapie Cox 2-Hemmer plus PPI wirksamer zur Vorbeugung einer Ulkusrezidivblutung bei Hochrisiko-Patienten war, als Cox 2-Hemmer alleine.

Die Mediziner empfehlen daher die Kombinationstherapie COX 2-Hemmer plus PPI bei Hochrisiko-Patienten, die weiterhin antiphlogistika einnehmen müssen. Bei der Studie wurden der Cox-2-Hemmer Celecoxib (Celebrex®) und der PPI Esomeprazol (Nexium®) eingesetzt.

Medknowledge-Anmerkung: Die Berichte über die kardiovaskulären Nebenwirkungen von Cox-2-Hemmer reißen nicht ab. Die potentiellen Kardiotoxizität der Cox-2-Hemmer ist weiterhin ein wichtiges Hemmnis bei der Verschreibung dieser Medikamente. Daher sollten weitere Studien durchgeführt werden, die neben den gastrointestinalen Risiken auch die kardiovaskulären Risiken berücksichtigen und gegeneinander abwägen.

  1. Chan FKL et al. Combination of a cyclo-oxygenase-2 inhibitor and a proton-pump inhibitor for prevention of recurrent ulcer bleeding in patients at very high risk: A double-blind, randomised trial. Lancet 2007 May 12; 369:1621-6

  2. Celecoxib (Celebrex®) vs. Diclofenac und Omeprazol: Senkung des Risikos für rekurrente Ulkusblutungen bei Arthritis-Patienten

 

 

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Stand: 25. Mai 2013