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Welche Antibiotika bei Appendizitis (Blinddarmentzündung)? 2007

Schlüsselwörter:  Antibiotika, Appendizitis, Blinddarmentzündung, Triple-Therapie, Monotherapie, Krankheit, Studie, Therapie, Appendicitis, Behandlung, Medikament und Studien. 

Es werden viele verschiedene Antibiotika-Regimes bei Kindern mit Appendizitis verwendet, darunter Aminoglykosid-basierte Triple-Therapie (ABT) oder auch Monotherapie (z.B. mit den Cephalosporinen Cefoxitin oder Ceftriaxone (Rocephin®). Eine in der Fachzeitschrift General Medicine publizierte Studie verglich retrospektiv die verschiedenen Antibiotika-Regimes bei Kindern mit perforierter Appendizitis, die appendektomiert worden waren. 

Die Mediziner kommen zu dem Ergebnis, dass Monotherapie mit Cefoxitin oder auch Piperacillin/Tazobactam (Tazobac®) bei perforierter Appendizitis eine gute Wahl ist. Antibiotika-Monotherapie war genauso wirksam wie die Triple-Therapie, und ging mit einer kürzeren Krankenhaus-Aufenthaltsdauer einher.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1):

FRAGESTELLUNG: Die Mediziner führten eine retrospektive Kohorten-Studie durch, um die Anwendung einer Triple-Therapie versus Monotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit perforierter Appendicitis zu vergleichen. Ziel war es festzustellen, ob die Therapie in Kinderkrankenhäusern, die an die Datenbank des Pediatrischen Gesundheitsinformationssystems angeschlossen sind, zunehmend auf eine Monotherapie umgestellt wird.

METHODEN: Die Autoren verwendeten die Datenbank des Pediatrischen Gesundheitsinformationssystems, welches sowohl Kostenrechnungen als auch Entlassungsdaten von 32 Kinderkrankenhäusern in den USA enthält. Sie untersuchten den Antibiotika-Gebrauch, und gingen der Frage nach, ob das Antibiotikum-Regime nach Appendektomie mit der Häufigkeit der Krankenhaus-Wiederaufnahme durch Komplikationen und/oder mit der Krankenhaus-Aufenthaltsdauer assoziiert war. Dies untersuchten wir in einer Kohorte von Kindern und Jugendlichen mit rupturierter Appendizitis zwischen dem 1.März 1999 und dem 30. September 2004, bei denen Entlassungsdaten/zeiten dokumentiert waren. Die Mediziner führten paarweise Regressionsanalysen durch, um die am meisten angewendeten Monotherapie-Schemata mit der Triple-Therapie zu vergleichen:

ERGEBNISSE: Insgesamt erreichten 8545 Patienten die Einschlußkriterien, von denen am postoperativen Tag 1 an über die gesamte Studiendauer 58% die Aminoglykosid-basierte Triple -Therapie erhielten. Am Beginn des 6-Jahreszeitraums verwendeten 69% der Chirurgen die Aminoglykosid-basierte Kombinationstherapie, nach 6 Jahren nur 52%. Es gab keine signifikanten Unterschiede in der Odds-Ratio bezüglich der Krankenhauswiederaufnahme am Tag 30. Die Subgruppe, die Ceftriaxon erhielt, zeigte eine signifikante Abnahme der Odds-Ratio. Die Subgruppe, die eine Piperacillin/Tazobactam-Monotherapie erhielt, zeigte eine significant verkürzte Krankenhausaufenthaltsdauer (-0,90 Tage) sowie geringere Krankenhauskosten. Die Gruppe, die Cefoxitin erhielt, zeigte eine signifikant verkürzte Krankenhausaufenthaltsdauer (-1.89 Tage sowie geringere Arzneimittel- und Krankenhauskosten.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Eine Monotherapie mit Antibiotika zur Behandlung der perforierten Appendizitis wird mit zunehmender Häufigkeit angewandt und ist mindestens genauso effektiv wie die herkömmliche Aminoglykosid-basierte Kombinations-Behandlung. Möglicherweise hat die Monotherapie Vorteile bezüglich von Krankenhausaufenthaltsdauer, Arzneimittelkosten sowie Krankenhauskosten.

  1. Goldin AB et al. Aminoglycoside-based triple-antibiotic therapy versus
    monotherapy for children with ruptured appendicitis. Pediatrics 2007 May;
    119:905-11.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013