|
| |
Endokarditis:
US-Leitlinie zur Antibiotikaprophylaxe, 2007
|
| Schlüsselwörter:
Vorsorge, Zahnarzt, Endokarditis, US-Leitlnie,
Antibiotika-Prophylaxe, Mitralklappenprolaps, Herzklappenerkrankung,
Herzklappenfehler, Antibiotikaprophylaxe, Ventrikelseptumdefekt, VSD,
Vorhofseptumdefekt, ASD, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
|
American
Heart Association (AHA) hat die Leitlinien zur
Endokarditis-Prophylaxe mit Antibiotika bei Menschen
mit Herzklappenerkrankungen erneuert und in
Circulation (1) publiziert.
Veränderungen
waren auch deswegen notwendig geworden, weil die
Evidenzlage sich geändert hat. Inzwischen ist es
bekannt, dass die Exposition zur Bakteriämie
(eindringen von Bakterien ins Blut) durch tägliche
orale Aktivitäten wie z.B. Kaugummi kauen, Zähne
putzen viel größer ist, als einige wenige
Zahnarztbesuche im Jahr. Daher schränken die neuen
AHA-Leitlinien die
Endokarditis-Antibiotikaprophylaxe weitgehend
ein.
|
|
Wir
hatten bereits im Juni 2007 darüber informiert (3).
Jetzt wollen wir in Kompaktform die bedeutsamensten Aspekte vorstellen.
Die wichtigsten Punkte der neuen
AHA.-Leitlinien 2007 sind:
|
|
1-Antibiotikaprophylaxe
sind nur Patienten mit folgenden Risiken notwendig:
-
künstliche
Herzklappen
-
infektiöse
Endokarditis in der Vorgeschichte
-
gewisse
schwere angeborene Herzerkrankungen (werden in
den Leitlinien einzeln erwähnt)
-
Herztransplantierte
mit Herzklappenproblemen
Nach
den letzten Leitlinien von 1997 war
Antibiotikaprophylaxe für alle Patienten mit
Herzklappenfehler vor zahnärztlichen Eingriffen
indiziert. Nach den neuen Leitlinien 2007 können
neben den Menschen mit rheumatischer
Herzklappenfehler, auch Menschen mit
Mitralklappenprolaps (MVR), verkalkter Aortenstenose
oder einigen häufigen angeborenen Herzerkrankungen
wie Ventrikelseptumdefekt (VSD) oder
Vorhofseptumdefekt (ASD) auf eine
Antibiotikaprophylaxe weitgehend verzichten.
|
|
2-
Antibiotikaprophylaxe wird für
gastroenterologische oder urologische Interventionen
nicht mehr routinemäßig empfohlen. Nur wenn im
Urin vermehrt Enterokokken nachgewiesen werden, wird
eine antibiotische Eradikation vor einem
urologischem Eingriff empfohlen.
|
|
3-Eine
Einzel-Dosis Amoxicillin (2g) vor 30 bis 60
Minuten vor den Eingriffen wird als Mittel der Wahl
für Antibiotikaprophylaxe empohlen. Für den Fall
einer Penicillinallergie oder sonstiger
Kontraindikationen werden in den Leitlinien
alternative Antibiotika genannt.
|
- Prevention
of Infective Endocarditis. Guidelines From the
American Heart Association. A Guideline From the
American Heart Association Rheumatic Fever,
Endocarditis, and Kawasaki Disease Committee,
Council on Cardiovascular Disease in the Young,
and the Council on Clinical Cardiology, Council
on Cardiovascular Surgery and Anesthesia, and
the Quality of Care and Outcomes Research
Interdisciplinary Working Group
- 2-Most
patients don't need antibiotics before dental
procedures to prevent infective endocarditis
- Infektiöse
Endokarditis: US-Kardiologen schränken
Antibiotikaprophylaxe weitgehend ein, 20. April
2007
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|