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HPV-Impfung
Gardasil verhindert auch präkanzeröse Vulvovaginale Läsionen,
2007
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HPV-Impfung, Impfstoff, Papilloma-Viren, Scheide, Krebs, Gardasil,
Vulvakarzinom, Scheidenkrebs, Vaginakarzinom, Frauen, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Vor
kurzem wurde das Impfstoff Gardasil®
als erster Präparat zur Gebärmutterhalskrebs-Impfung
Ende 2006 in Deutschland zugelassen.
Der
Impfstoff Gardasil wendet sich gegen die HPV-Typen
6, 11, 16 und 18, die insgesamt etwa 70 Prozent
aller Gebärmutterhalskrebs auslösen. Ebenfalls
gegen gegen HPV 6 und 11 richtet sich Gardasil, die
über 90 Prozent der Genitalwarzen verursachen.
Bei
Frauen unter 50 sind Vulvakarzinom (Krebs der äußeren
Genitale der Frau) und Vaginalkarzinom
(Scheidenkrebs) oft mit HPV-Infektion assoziert.
Neben der Gebärmutterhalskrebs-Prävention ist
Gardasil in den USA auch zur Prävention von präkanzerösen
Läsionen von Gebärmutterhals (Cervix), Vulva und
Vagina zugelassen
Die
Hersteller Merck veröffentlichte jetzt in der
Fachzeitschrift General Medicine die Daten über die
Wirksamkeit der HPV-Impfung gegen präkanzeröse Läsionen
der Vulva und Vagina (1).
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Ausführlichere
Daten und
Fazit
der aktuellen Studie (1):
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Zusätzlich
zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs: Die
Wirksamkeit der prophylaktischen HPV-Vierfachimpfung
(tetravalent gegen die Typen 6, 11, 16,18) gegen präkanzeröse
Läsionen der Vulva und Vagina
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Karzinome
der Vulva und Vagina bei jungen Frauen sind oft mit
einer HPV-Infektion vergesellschaftet. Diesen
Karzinomen gehen höhergradige intraepitheliale
Neoplasien der Vulva (VIN 2-3) und der Vagina
(VaIN2-3) voraus. Das Ziel der kombinierten Analyse
aus drei randomisierten klinischen Studien im Lancet
war, den Effekt einer prophylaktischen
HPV-Vierfachimpfung auf die Inzidenz dieser
Erkrankungen zu bewerten.
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Methoden:
18 174 Frauen (16-26 Jahre) wurden in die Studie
eingeschlossen und entweder zu einer
HPV-Vierfachimpfung gegen die Virustypen 6/11/16/18
oder einem Placebo am Tag 1 sowie im Monat 2 und
Monat 6 randomisiert. Die Probandinnen wurden einer
eingehenden anogenitalen Untersuchung am Tag 1,
einen Monat nach der dritten Dosis und 48 Monate
lang in 6- bis 12-Monatsintervallen unterzogen. Verdächtige
Genitalläsionen wurden biopsiert und von einem
Pathologengremium beurteilt. Ein DNA-Test zur
Bestimmung des spezifischen HPV-Typs wurde durchgeführt.
Der primäre Endpunkt war die kombinierte Inzidenz
von VIN2-3 oder VaIN2-3, die mit HPV16 oder HPV18
assoziiert sind. Die Primäranalyse der Wirksamkeit
wurde in einer Per-Protocol-Gruppe durchgeführt.
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Ergebnisse:
Die mittlere Nachuntersuchungszeit betrug 3 Jahre.
Unter den Frauen, die einen Monat nach der dritten
Impfdosis mit keinem der Virustypen 16 oder 18
infiziert waren (Per-Protocol- Gruppe, Impfung
n=7811, Placebo n=7785), war die Impfung 100%ig
wirksam gegen HPV16 und HPV18 assoziierte VIN2-3
oder VaIN2-3. Bei der Gruppe, die nach dem
Intention-to-treat-Prinzip ausgewertet wurde (zu der
18 174 Frauen gehörten, die am Tag 1 mit HPV16 oder
HPV18 hätten infiziert sein können) lag die
Wirksamkeit der Impfung gegen HPV16 und HPV18
assoziierte VIN2-3 oder VaIN2-3 bei 71%. Die Impfung
war zu 49% wirksam gegen alles VIN2-3 und VaIN2-3
unabhängig davon ob HPV- DNA in der Läsion
entdeckt wurde oder nicht. Das häufigste unerwünschte
Ereignis im Zusammenhang mit der Behandlung war
Schmerzen an der Injektionsstelle.
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Fazit:
Die prophylaktische Verabreichung der
HPV-Vierfachimpfung war eine wirksame Prävention
gegen präkanzeröse HPV16- und HPV18-assoziierte
Vulva- und Vaginaläsionen bei Frauen, die bei
Studienbeginn mit keinem dieser Virustypen infiziert
waren. Mit der Zeit könnte durch eine solche
Impfung neben der Prävention von Gebärmutterhalskrebs
auch die Rate an HPV-assoziierten Vulva- und
Vaginalkarzinomen sinken.
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-
Joura
EA et al. Efficacy of a quadrivalent
prophylactic human papillomavirus (types 6, 11,
16, and 18) L1 virus-like-particle vaccine
against high-grade vulval and vaginal lesions: A
combined analysis of three randomised clinical
trials. Lancet 2007 May 19; 369:1693-702
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