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ZIEL:
Ziel dieser Untersuchung war die Durchführung einer
Machbarkeitsstudie zur prophylaktischen koronaren
Revaskularisation in Patienten mit präoperativer
stark ausgeprägter Stress-induzierter Ischämie.
EINLEITUNG:
Eine prophylaktische koronare Revaskularisation in
gefäßchirurgischen Patienten mit koronarer
Herzkrankheit verbessert nicht die postoperative
Prognose. Wenn man einen positiven Effekt erwartet,
dann sollten wenigstens diejenigen mit stark ausgeprägter
koronarer Herzkrankheit von einer solchen Strategie
profitieren.
METHODEN:
1880 Patienten wurden einem Screening unterzogen,
und diejenigen mit mindestens 3 Risikofaktoren
wurden einer Dobutaminstress-Echocardiographie
unterzogen (17-Segment-Modell) oder
Stress-Szintigraphie (6-Wandmodell). Solche
Patienten mit stark ausgeprägter Stress-induzierter
Ischämie (mindestens 5 Segmente oder mindestens 3 Wände
betroffen) wurden zur zusätzlichen
Revaskularisation randomisiert. Alle Patienten
erhielten Beta-Blocker mit dem Ziel, die
Herzfrequenz auf 60 bis 65 Schläge/min
einzustellen. Außerdem wurde die Plättchen-aggregationshemmende
Behandlung während des Eingriffes fortgesetzt.
Kombinierte Endpunkte waren Tod oder Myokardinfarkt
nach 30 Tagen bzw. nach einjähriger
Nachbeobachtungszeit.
ERGEBNISSE:
Von 430 Hochrisikopatienten zeigten 101 (23%) stark
ausgeprägte Ischämien und wurden entweder zur
Revaskularisation (n = 49) oder
Nicht-Revaskularisation randomisiert. Die
Koronarangiographie zeigte eine Zweigefäßerkrankung
in 12 (24%), eine Dreigefäßerkrankung in 33 (67%),
und eine Hauptstammstenose links in 4 (8%) der
Patienten. Zwei Patienten starben nach
Revaskularisation, aber vor Operation, aufgrund
eines rupturierten Aneurysmas. Revaskularisation
verbesserte nicht die 30-Tages-Prognose; die
Inzidenz des kombinierten Endpunktes war 43% versus
33% (Odds ratio 1.4, 95% Konfidenz-intervall 0.7 bis
2.8; p = 0.30). Außerdem wurde nach
Revaskularisation keine Verbesserung nach der einjährigen
Nachbeobachtungszeit gefunden 49% vs. 44%, Odds
ratio 1.2, 95% Konfidenzintervall 0.7 to 2.3; p =
0.48).
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
In dieser randomisierten Pilotstudie zur Abschätzung
von Wirksamkeit und Sicherheit war die präoperative
koronare Revaskularisation in Hochrisikopatienten
nicht mit einer verbesserten Prognose assoziiert.
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