|
| |
PPI-Einsatz
und Risiko für ambulante Pneumonien, 2007
|
| Schlüsselwörter:
CAP, community-acquired pneumonia, Infektion, Protonenpumpenhemmer,
Ambulante Pneumonie, Lungenentzündung, Infektion,
Magensäureblocker, Protonen-Pumpen-Inhibitoren, PPI,
H2-Rezeptorantagonisten, H2RA, Ulkus oder Magengeschwür, Krankheit,
Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
|
Protonen-Pumpen-Inhibitoren
(PPI) hemmen die Bildung von Magensäure und werden
in Deutschland vor allem bei Magen-Krankheiten sehr
häufig eingesetzt. Bekannteste Vertreter sind
Omeprazol, Esomeprazol (Nexium®) oder auch
Pantoprazol (Pantozol®). Eine Studie im
amerikanischen Ärzteblatt hatte 2004 gezeigt, dass
PPI-Anwendung möglicherweise das Risiko für
Pneumonie (Lungenentzündung) erhöhen könnten
(2).
Die
folgende Mechanismus wird als Ursache angenommen:
PPIs hemmen im Magen die Salzsäure-Bildung, die
eine natürliche Blockierung gegen Krankheitskeime
darstellt. Ein erhöhtes Infektionsrisiko könnte
dann die Folge sein.
|
|
Eine
aktuelle bevölkerungsbasierte Studie (1) aus Dänemark
untersuchte die Assoziation zwischen PPI-Anwendung
und Vorkommen von ambulanter Pneumonie (CAP:
community-acquired pneumonia) . Die Studie verglich
die Daten von 7642 Patienten, die wegen CAP
hospitalisiert waren, mit denen von 34.000
Kontroll-Probanden.
|
|
Ca.
11% der Fälle in der CAP-Gruppe, und 5% der
Kontrollgruppe nahmen gegenwärtig PPIs ein.
PPI-Einsatz erhöhte das Pneumonie-Risiko
signifikant (AOR, adjusted odds ratio, 1.5). Die
Assoziation war in den ersten 7 Tagen der
PPI-Einnahme stärker (AOR 5.0). Es wurde keine
Assoziation mit H2-Rezeptorantagonisten-Anwendung
oder früherer PPI-Einnahme festgestellt.
|
|
Es
gab ebenfalls keine Verknüpfung zwischen gegenwärtiger
PPI-Verwendung und CAP für die Fälle, bei denen
aerobe Infektionserreger wie Streptokokkenpnumoniae
oder Hämophilus influenza isoliert wurden. Und es
konnte zuletzt keine Dosis-Wirkungs-Relation
demonstriert werden
.
|
|
Fazit:
Die Autoren ziehen die Schlussfolgerung, dass die
Verwendung von Protonen-Pumpen-Inhibitoren (PPI) das
Risiko für ambulante Pneumonien erhöhen. Das
Risiko ist insbesondere in den ersten Tagen der
PPI-Therapie erhöht.
|
-
Gulmez
SE et al. Use of proton pump inhibitors and the
risk of community-acquired pneumonia: A
population-based case-control study. Arch Intern
Med 2007 May 14; 167:950-5
-
Pneumonie
(Lungenentzündung) durch Magensäureblocker
PPI?
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|