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Mittelstrahlurin-Proben
bei Kindern: zuerst reinigen, dann sammeln, 2007
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Urin-Status-Probe, Kinder, Harnwegsinfektion, Reinigung, Harnwege,
Infektion, Urikult, Kultur, Bakterien, Antibiotika, Mädchen,
Jungen, Mittelstrahlurin, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Eine
vorherige perineale/genitale Reinigung der Kinder
mit Seife vor einer Mittelstrahlurin-Probe-Abgabe
ist mit niedrigeren Raten an bakteriellen
Kontamination assoziert. Mit Perineum (der Damm)
bezeichnet man die Körperregion zwischen After und
den äußeren Geschlechtsorganen.
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Studie
in Pediatrics (1): Reinigen - ja oder nein: Einfluss auf
die Kontaminationsrate von Mittelstrahlurin-Proben
bei trockenen Kindern.
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ZIEL:
Harnwegsinfekte gehören zu den häufigsten
bakteriellen Infektionen bei Kindern.
Schwierigkeiten bei der Probengewinnung als auch bei
der Interpretation nicht korrekt gesammelter Proben
können zur Fehldiagnose eines Harnwegsinfektes führen.
In der Studie sollte untersucht werden, ob eine
perineale/genitale Reinigung die Rate der
bakteriellen Kontamination von
Mittelstrahlurin-Proben bei trockenen Kindern
beeinflusst.
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METHODEN:
Durchführung einer randomisierten Studie bei
trockenen Kindern, die in der Notaufnahme der
Kinderklinik zwischen 1. November 2004 und 1.
Oktober 2005 vorstellig wurden. Die Studie war offen
für alle trockenen Kinder im Alter von 2 bis 18
Jahren, von denen eine Probe des Mittelstrahlurins
genommen wurde. Bei Zustimmung der Eltern wurden die
Kinder wochenweise randomisiert zwei Gruppen
zugeordnet: eine Gruppe mit Seifenreinigung des
Perineums und eine Gruppe ohne Reinigung. In einer
Intention-to-treat-Auswertung wurden folgende
Parameter bestimmt: das Risiko einer kontaminierten
Urin-Kultur (definiert als Wachstum von < 10(8)
colony-forming units (Koloniezählwert) pro Liter
[< 10(5) colony-forming units pro Milliliter] aus
einem einzigen Keim oder einem Mix von > oder = 2
Keimen) sowie das Risiko einer positiven Urinanalyse
(definiert als positiver Urinstreifen-Test für
Leukozyten-Esterase und/oder Nitrit, oder > bzw.
= 5 Leukozyten in einer standardmikroskopischen
Analyse pro high power field (Gesichtsfeld bei größter
Vergrößerung)).
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ERGEBNISSE:
Insgesamt wurden 350 Kinder in die Studie
eingeschlossen. Die Kontaminationsrate lag in der
Gruppe mit Reinigung bei 14 (7,8%) von 179 Kindern
und in der Gruppe ohne Reinigung bei 41 (23,9%) von
171. Bei den zufällig der Gruppe mit Reinigung
zugeordneten Kinder war die Wahrscheinlichkeit einer
positive Urinanalyse geringer (37 von 179 [20,6%])
als bei den Kindern der Gruppe ohne Reinigung (63
von 171 [36,8%]).
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SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Die Kontaminationsrate der Mittelstrahlurin-Proben
von trockenen Kindern ist erhöht, wenn die Proben
ohne vorherige perineale/genitale Reinigung der
Kinder gesammelt werden. Durch eine Reinigung kann
das Risiko verringert werden, dass eine
Wiederholungskultur anzusetzen ist und dass unnötige
Antibiotikatherapien und Untersuchungen durchgeführt
werden.
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Vaillancourt
S et al. To clean or not to clean: Effect on
contamination rates in midstream urine
collections in toilet-trained children.
Pediatrics 2007 Jun; 119:e1288-93
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