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Crohn – Colitis Ulcerosa: Laborwerte bei Kindern mit Verdacht auf entzündliche Darmerkrankung (CED), 2007

Schlüsselwörter:  Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Wenn der klinische Verdacht auf eine entzündliche Darmerkrankung (Colitis Ulceerosa, Morbus Crohn) hoch ist, haben normale Laborwerte geringe Aussagekraft.

Hausärzte führen Laboruntersuchungen, wenn sie bei Kindern Verdacht auf eine entzündliche Darmkrankheit (CED) vermuten. Eine Studie in Pediatrics untersuchte die Aussagekraft von Laborwerten (Hämoglobin, BSG und Albumin) anhand der Daten von 526 Kindern.

ZIELSETZUNG: Ziel der Studie war die Bestimmung der Häufigkeit normaler Laborbefunde im Kindesalter zum Diagnosezeitpunkt einer entzündlichen Darmerkrankung. 

 

METHODEN: Die Datenerhebung erfolgte auf der Grundlage eines zentralen Registers zur Erfassung von Kindern mit neu diagnostizierter entzündlicher Darmerkrankung, prospektiv erfasst in 18 amerikanisch-kanadischen Zentren. Die untersuchten Laborwerte waren Hämoglobin, Thrombozyten, Albumin und Blutsenkungsgeschwindigkeit. Der Schweregrad der Erkrankung wurde mittels allgemeiner ärztlicher Beurteilung eingestuft. 

 

ERGEBNISSE: Insgesamt wurden 526 Kinder in die Studie einbezogen (mittleres Alter: 11,6 Jahre; männlich 58 %, weiblich 42 %; 392 Kinder mit M. Crohn, 134 Kinder mit Colitis ulcerosa). Bei den Kindern mit leichter Ausprägung der entzündlichen Darmerkrankung zeigten 21 % der  Kinder mit M. Crohn bzw. 54 % der Kinder mit Colitis ulcerosa bezüglich sämtlicher 4  Laborwerte Normalbefunde. Bei mittelschwerer und schwerer Ausprägung der Erkrankung  lagen die vier erfassten Laborwerte hingegen bei lediglich 3,8 % der M. Crohn-Patienten bzw. 4,3 % der Colitis ulcerosa-Patienten im Normbereich. Die Blutsenkungsgeschwindigkeit wies bei den betroffenen Patienten am wenigsten häufig normale Werte auf; insgesamt zeigten 26 % der Patienten mit einer entzündlichen Darmerkrankung eine normale Blutsenkungsgeschwindigkeit, einschließlich 18 % der Patienten mit mittelschwerer und schwerer Verlaufsform. Normalwerte für Hämoglobin konnten bei 32 %, für Thrombozyten bei 50 % und für Albumin bei 60 % der Kinder bestimmt werden. Eine eindeutige Assoziation zwischen der Lokalisation eines M. Crohn und dem Schweregrad und normaler Laborwerte ergab sich nicht. Im Gegensatz hierzu konnte bei den Kindern mit Colitis ulcerosa eine direkte Korrelation zwischen dem klinischen Schweregrad der Erkrankung und dem Ausmaß der entzündlichen Darmveränderungen und der Anzahl pathologischer Laborbefunde nachgewiesen werden. 

 

SCHLUSSFOLGERUNG: Normale Laborwerte bei Screening-Untersuchungen schließen die Diagnose einer entzündlichen Darmerkrankung im Kindesalter nicht aus.

  1. Mack DR et al. Laboratory values for children with newly diagnosed inflammatory bowel disease. Pediatrics 2007 Jun; 119:1113-9.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013