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Polyethylenglycol
(PEG) für chronische Obstipation (Verstopfung), 2007
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Polyethylenglycol, Laxans, Abführmittel, Bauchschmerzen, Durchfall,
Stuhlgang, PEG, chronische Obstipation, Verstopfung, abführen, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Eine
randomisierte, multizentrische,
placebo-kontrollierte Studie mit Polyethylenglycol
Laxans zur Dauerbehandlung der chronischen
Verstopfung.
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Polyethylenglycol
(PEG) ist ein osmotischer Laxans (Abführmittel).
Eine in der American Journal of Gastroenterology
publizierte Studie (1) zeigte, dass eine
sechsmonatige Therapie mit Polyethylenglycol (PEG)
im Vergleich zur Placebo die Verstopfung
signifikante besserte.
Es
ist zu berücksichtigen, dass die Patienten in
dieser Studie ansonsten gesund waren, keine Symptome
für organische Darmkrankheiten aufwiesen, und keine
Medikamente einnahmen, die wiederum Verstopfung
hervorrufen können.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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ZIELSTELLUNG:
Polyethylenglycol (PEG) 3350 (MiraLAX) ist derzeit für
die kurzzeitige Behandlung von gelegentlicher
Stuhlverstopfung zugelassen. Diese Studie wurde
entworfen, um die Verträglichkeit und Sicherheit
von PEG versus Placebo über 6 Monate in Patienten
mit chronischer Stuhlverstopfung zu vergleichen.
METHODEN:
Patienten, die die vordefinierten Kriterien für
chronische Stuhlverstopfung erfüllten, wurden in
diese doppelblinde, placebo-kontrollierte,
parallele, multizentrische Studie eingeschlossen.
Die Patienten erhielten über 6 Monate randomisiert
entweder PEG (eine Einzeldosis 17 g pro Tag) oder
Placebo. Die vorbestehende Stuhlverstopfung wurde während
einer 14-tägigen Beobachtungsperiode nachgewiesen
und bestätigt. Als primäre Zielvariable wurde der
Behandlungserfolg als Besserung der modifizierten
ROM-Kriterien für Stuhlverstopfung während 50%
oder mehr der Behandlungswochen definiert.
Verschiedene sekundäre Endpunkte wurden ebenfalls
untersucht. Ein interaktives Voice Response System (IVRS)
registrierte tägliche Erfahrungen mit den
Darmbewegungen sowie Informationen über Wirksamkeit
und Verträglichkeit. Laborwerte (Hämatologie,
klinische Chemie einschließlich Amylase, Gamma-GT,
Harnsäure, Blutfette und der Urinstatus wurden vor
Behandlungsbeginn sowie in monatlichen Abständen während
der gesamten Studie gemessen.
ERGEBNISSE:
Insgesamt wurden 304 Patienten eingeschlossen und
wurden in einem der 50 Studienzentren behandelt. Ein
Behandlungserfolg im Sinne des primären Endpunktes
trat bei 52.0% der mit PEG und 11% der mit Placebo
Behandelten ein (P < 0.001). In einer Subgruppe
von 75 älteren Patienten war die Wirksamkeit
vergleichbar. Entsprechend der Definition des primären
Endpunktes (basierend auf individuellen
Behandlungswochen), waren 61% der
PEG-Behandlungswochen und 22% der
Placebo-Behandlungswochen erfolgreich (P <
0.001). Als gastrointestinale unerwünschte
Ereignisse waren Diarrheo, Flatulenz, und Übelkeit
am häufigsten mit PEG. Diese waren im einzelnen
statistisch nicht signifikant häufiger als bei
Placebo. Es traten keine signifikanten Unterschiede
bei Laborwerten oder anderen unerwünschten
Ereignissen auf außer für alle gastrointenstinale
unerwünschte Ereignisse zusammengenommen als eine
Kategorie. Ähnliche Ergebnisse lieferten
Subgruppenanalysen nach Geschlecht, Rasse und Alter.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
PEG ist sicher und effektiver in Patienten mit
chronischer Stuhlverstopfung über 6 Monate.
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DiPalma
JA et al. A randomized, multicenter,
placebo-controlled trial of polyethylene glycol
laxative for chronic treatment of chronic
constipation. Am J Gastroenterol 2007 Jul;
102:1436-41.
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Siehe
auch die Studie in American Journal of
Gastroenterology: Polyethylenglycol
(PEG) vs Tegaserod (Zelnorm®) bei der Therapie der
chronischen Obstipation
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Polyethylenglycol
(PEG) war Tegaserod (Zelnorm®) bei der Therapie der
chronischen Obstipation (Verstopfung) überlegen.
Nach 5 Wochen war die Erfolgsrate in der
PEG-Therapie 50%, in der Tegaserod-Gruppe dagegen
31%.
Weitere
Vorteile von Polyethylenglycol (PEG) waren weniger
Kopfschmerzen als Nebenwirkung und geringere Kosten.
Anmerkung: Tegaserod
( Zelnorm®), das seit Juli 2002 in den USA zur
Behandlung des Reizdarmsyndroms (Colon irritabile)
zugelassen war, wurde inzwischen vom Hersteller
Novartis in den USA wegen erhöhtem Risiko von
kardiovaskulären (Herz-Kreislauf) Komplikationen
vom Markt zurückgenommen.
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