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Übersichtsarbeit: Was ist die beste Therapie für diabetische Neuropathie, 2007

Schlüsselwörter: Medikament, Therapie, Behandlung, Pregabalin, Lyrica, Epilepsie, Neuropathie, Neuropathische Schmerzen, partielle Anfälle, diabetische Neuropathie, Antikonvulsiva, Antidepressiva, Carbamazepin, NSAID, nicht-steroidale-anti-inflammatorische Medikamente, Tramadol, Opioid,Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Eine aktuelle Übersichtsarbeit in BMJ (1) zeigte, dass  trizyklische Antidepressiva und konventionelle Antikonvulsiva (Medikamente gegen Krampfanfälle) weiterhin Mittel der ersten Wahl bei der schmerzhaften diabetischen Neuropathie sind. Für diese Indikation werden in Deutschland vor allem  als Antikonvulsiva  Carbamazepin oder Valproinsäure (Ergenyl®) und als trizyklische Antidepressiva Amitriptylin (Saroten®) eingesetzt.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

ZIEL: Die Wirksamkeit der symptomatischen Behandlung bei schmerzhafter diabetischer Neuropathie sollte beurteilt werden. 

DESIGN: Übersichtsartikel.

DATENQUELLE: Volltextartikel in englischer Sprache über randomisierte Doppelblindstudien, die bei der Suche mit folgenden Stichwörtern (auf Englisch) gefunden wurden: Antikonvulsiva, Antidepressiva, nicht-steroidale-anti-inflammatorische Medikamente, Tramadol, Opioid, Ionenkanalblocker, diabetische Neuropathie, diabetische periphere Neuropathie, periphere Neuropathie und Neuropathie. Die Suche erfolgte in Medline, Embase, EMB reviews-AP Journal club sowie dem Cochrane central register of controlled trials.

STUDIENAUSWAHL: Randomisierte kontrollierte Studien bei Erwachsenen mit schmerzhafter diabetischer Neuropathie, bei denen topisch applizierte und oral verabreichte Medikamente im Vergleich zu Placebo untersucht wurden.

DATENAUSWAHL: Die Qualität der Methoden, die Charakteristika der Studien und Patienten, die Wirksamkeit und die Nebenwirkungen wurden ausgewertet. Primärer Outcome-Parameter war eine dichotome Angabe über 50%-ige oder moderate Schmerzreduktion, sekundärer Outcome-Parameter war eine 30%-ige Schmerzreduktion sowie Therapieabbruch aufgrund von Nebenwirkungen.

ERGEBNISSE: Die Odds Ratio (OR) wurde für die Parameter 30%-ige, 50%-ige und moderate Schmerzminderung sowie für Therapieabbruch aufgrund von Nebenwirkungen berechnet. 25 Artikel wurden eingeschlossen, 7 Artikel wurden ausgeschlossen. In den 25 ausgewählten Artikeln wurden Antikonvulsiva (n= 1270), Antidepressiva (n= 94), Opioide (n= 329), Ionenkanalblocker (n= 173), N-Methyl-D-Aspartat-Antagonisten (n= 14), Duloxetin (n= 805), Capsaicin (n= 277) und Isosorbiddinitrat-Spray (n= 22) mit Placebo verglichen. Bezüglich der 50%-igen Schmerzreduktion ergab sich für herkömmliche Antikonvulsiva eine OR von 5,33 (95% Konfidenzintervall  1,77 bis 16,02), für Antikonvulsiva der neueren Generation eine OR von 3,25 (2,27 bis 4,66) und für trizyklische Antidepressiva eine OR von 22,24 (5,83 bis 84,75). Die OR bezüglich des Therapieabbruchs aufgrund von Nebenwirkungen lag bei herkömmlichen Antikonvulsiva bei 1,51 (0,33 bis 6,96), bei Antikonvulsiva der neueren Generation bei 2,98 (1,75 bis 5,07) und bei trizyklischen Antidepressiva bei 2,32 (0,59 bis 9,69). Für Ionenkanalblocker konnte keine OR bestimmt werden, da nicht ausreichend dichotome Daten vorlagen.

SCHLUSSFOLGERUNG: Antikonvulsiva und Antidepressiva sind nach wie vor die gängigste Option im Therapiemanagement der diabetischen Neuropathie. Zur kurzfristigen Schmerzminderung sind orale trizyklische Antidepressiva sowie herkömmliche Antikonvulsiva den Antikonvulsiva der neueren Generation überlegen. Die Langzeitwirksamkeit oraler Antidepressiva und Antikonvulsiva ist noch nicht gezeigt. Weiterhin sind noch Studien über Opioide, N-Methyl-D-Aspartat-Antagonisten und Ionenkanalblocker erforderlich.         

  1. Wong M-C et al. Effects of treatments for symptoms of painful diabetic neuropathy: Systematic review. BMJ 2007 Jul 14; 335:87

 

 

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Stand: 25. Mai 2013