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Manche
Patienten mit nicht insulinpflichtiger
Diabetes-Typ-II führen zu Hause routinemäßig
Blutzucker-Messungen selber durch. Dies wird von Ärzten
wie auch von Patienten oft als eine sinnvolle
unterstützende Maßnahme zur Blutzuckerkontrolle
angesehen. Ist es aber wirklich so?
Um
die Effektivität der Blutzucker-Self-Monitoring bei
Diabetes-Typ-II zu überprüfen haben Mediziner in
England eine randomisierte Studie mit 453 Patienten
durchgeführt. Alle Patienten hatten
nicht-insulinpflichtige Diabetes-Typ-II (mittlerer
Alter 65 Jahre), deren mittlere HbA1c-Spiegel betrug
7,5. Studiendauer war 3 Jahre.
Die
Patienten wurden in drei Gruppen randomisiert:
Standard-Therapie ohne Blutzucker-Self-Monitoring
(Gruppe-1); Standard-Therapie plus
Blutzucker-Self-Monitoring (Gruppe-2); das gleiche
Vorgehen wie bei Gruppe-2 plus zusätzliche
Beratungs-Einheiten zum Interpretieren der
Blutzucker-Ergebnisse (Gruppe 3).
Nach
einem Jahr wurden bei allen Patienten die
HbA1c-Werte bestimmt. Die Ergebnisse der HbA1c-Werte
waren in allen drei Gruppen ähnlich. Auch andere
Parameter wie Gewicht, Blutdruck, Body-Mass-Index
verhielten sich ähnlich. Leichte Hypoglykämien
(Unterzuckerung) traten signifikant mehr in der
Gruppe-3 und Gruppe-2 (43 und 33, vs. 14).
Fazit:
Die Ergebnisse zeigten, dass
Blutzucker-Self-Monitoring durch die Patienten
keinen therapeutischen Vorteil bei der Therapie der
Diabetes-Typ-II mit sich bringt.
Höchstens
bei Patienten mit schlecht eingestellter Diabetes,
bei denen die Therapie neu angepasst wird, könnte
Blutzucker-Self-Monitoring möglicherweise vom
Nutzen sein.
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