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Homocystein-Senkung reduziert nicht Thromboembolie-Risiko, 2007

Schlüsselwörter: Thromboembolie-Risiko, Thrombose, Embolie, Lungenembolie, VTE, Tiefe Beinvenenthrombose, Vitamin-B, B6, B12, Folsäure, Vitamine, Homocystein, Herzinfarkt-prävention, Vorsorge, Vitamine Homozystein, Krankheit, Therapie,Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Hohe Homocystein-Spiegel sollen mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse, einschließlich venösen Thromboembolien (VTE), einhergehen. Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 können den Homocystein-Spiegel senken. Bisher jedoch konnten Therapiestudien (HOPE-2 und NORVIT) jedoch kein Effekt einer Therapie mit Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 auf Herzinfarkt und Schlaganfall eindeutig nachweisen (1). 

Wie sieht es aber mit venösen Thromboembolien? Kann eine Homocystein-Senkung im Serum das Risiko für venösen Thromboembolien (VTE) senken? In einer aktuellen NEJM-Studie (3) gingen Mediziner dieser Frage nach.  

Patienten (Alter zwischen 20 und 80 Jahre), die eine proximale tiefe Beinvenenthrombose (DVT) oder Lungenembolie (PE) bei Abwesenheit von wichtigen Risikofaktoren hatten und gleichzeitig einen Homocystein-Spiegel über den 75-Perzentil einer Referenzgruppe aufwiesen, wurden in die Studie aufgenommen. Als Kontrollgruppe diente eine Patientengruppe mit Homocystein-Spiegel unter dem 75-Perzentil der Referenzgruppe. Insgesamt nahmen 701 Patienten in der Studie teil.  

Patienten wurden entweder für Vitamin-B-Supplementation (5 mg Folsäure, 0.4 mg B12, und 50 mg B6) oder für Placebo randomisiert und 2,5 Jahre beobachtet. Endpunkte waren Wiederauftritt von tiefer Beinvenenthrombose (DVT) oder Lungenembolie (PE).  

Während der Beobachtungsphase war das Inzidenz von VTE-Rekurrenz in der Vitamin-B-Therapie-Gruppe und Placebo-Gruppe ähnlich ((5.4% vs. 6.4%). Bei den Patienten mit Hyperhomocysteinämie war das VTE-Inzidenz in der Vitamin-B-Therapie-Gruppe gegenüber der Placebogruppe geringgradig, statistisch nicht signifikant, höher (6.7% vs. 6.0%). Bei Patienten mit Normohomocysteinämie war das VTE-Inzidenz in der Vitamin-B-Therapie-Gruppe ebenfalls geringradig, statistisch nicht-signifikant, höher. 

Fazit: Auch die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass Homocystein-Senkung mit Vitamin-B-Supplementation  das Risiko für Thromboembolie-Wiederauftritt nicht reduziert. Zusammen mit den negativen Ergebnissen der Therapiestudien (1,2), die keine Herzinfarktprävention durch Vitamin B-Cocktails gezeigt haben, bestätigt diese Studie, dass B-Vitamine keineswegs eine protektive Wirkung aufweisen. 

  1. Herzinfarkt: Vitamincocktail zur Senkung von Homocystein sinnvoll? 2006

  2. Keine Herzinfarktprävention durch Vitamin B - Widerlegung der Homocystein-Hypothese?, 13. März 2006

  3. den Heijer M et al. Homocysteine lowering by B vitamins and the secondary prevention of deep vein thrombosis and pulmonary embolism: A randomized, placebo-controlled, double-blind trial. Blood 2007 Jan 1; 109:139-44.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013