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Messung
von ausgeatmetem Stickoxid (NO) zur Asthma-Therapie-Management und
Referenzbereich der Stickoxid-Werte, 2007/ 2008
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| Schlüsselwörter:
Referenzbereich, Labor, Normalwerte, Asthma bronchiale,
Stickoxid, Prognose, Frühgeburt, nitric oxide, Ausgeatmetes NO, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Patienten,
deren Steroid-Dosis nach den ausgeatmeten
Stickstoffoxid-Werten angepasst wurde, hatten keine
therapeutischen Vorteile gegenüber den Patienten,
deren Steroid-Dosierung nach Standard-Leitlinien
erfolgte.
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Konzentration
von Stickoxid (NO) in der Ausatmungsluft wird
als Leitwert der eosinophilen Entzündung der
Atemwege bei Asthma betrachtet. Daher wird die
Hypothese gestellt, dass Messung von ausgeatmetem
Stickoxid (NO) als Leitwert zur genauen Dosierung
der inhalierten Kortikosteroide bei Asthmatiker
verwendet werden kann.
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In
einer Studie aus England (1) wurden 118 Erwachsene
mit Asthma zur Dosierung der inhalierten Steroide
entweder für die Stickoxid-Methode oder für die
Standard-Leitlinie-Methode für 12 Monate
randomisiert. Nach einem Jahr gab es zwischen den
beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede in
der Asthma-Management (Symptom-Kontrolle, Häufigkeit
der Asthma-Exazerbationen, kumulative Dosis der
verwendeten inhalierten Steroiden).
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In
einer weiteren Studie aus Neuseeland haben Mediziner
das ausgeatmete Stickoxid bei 528 Probanden
gemessen, um Referenzbereiche zu bestimmen. Die
Analyse ergab ein weites Referenzbereich [7.8 to
41.1 parts per billion (ppb)]. Geschlecht, Atopie
(Allergieneigung) oder Raucherstatus beeinflussten
signifikant die Stickoxid-Werte. Asthma und
allergische Rhinitis waren mit hohen
Stickoxid-Werten assoziiert. Jedoch hatte die
Steroid-Therapie bei Asthmatiker keinen Einfluss auf
die gemessenen Stickoxid-Werte. Das heißt, man
konnte Asthmatiker mit oder ohne Kortisontherapie
mit Hilfe der Stickoxid-Messungen NICHT auseinander
halten.
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Fazit:
Die Studie aus England (1) konnte keine Besserung
der Asthma-Management mit Hilfe von
Stickoxid-Messungen zeigen. Eine Studie in NEJM 2005
(3) hatte zu einem anderen Ergebnis gekommen. Dort
waren die Stickoxid-Messungen bei der
Asthma-Management wirksam, mit deren Hilfe konnten
die Dosis der inhalierten Steroide reduziert werden,
ohne die Asthma-Kontrolle zu verschlechtern.
Inzwischen sind Stickoxid-Monitore (z.B. NIOX) auf
dem Markt, die die ausgeatmete Luft auf ihren
Stickoxid-Gehalt prüft. Jedoch ist die Evidenzlage
für die Verwendung der Stickoxid-Messungen zur
Asthma-Management derzeit nicht eindeutig. Daher ist
es ratsam, diese Methode zunächst weiter zu
entwickeln und in Studien erneut zu überprüfen,
bevor man sie als Standard in der
Routine-Asthma-Management empfiehlt.
Nachtrag
24.10.2008: Inzwischen ist eine aktuelle
randomisierte Studie (5) in Lancet erschienen, die
ebenfalls zu der Schlussfolgerung kommt, dass
Monitoring des ausgeatmeten Stickstoffoxids nicht zu
einer Besserung der Asthma-Management führt.
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Shaw
DE et al. The use of exhaled nitric oxide to
guide asthma management: A randomized controlled
trial. Am J Respir Crit Care Med 2007 Aug 1;
176:231-7
-
Travers
J et al. Reference ranges for exhaled nitric
oxide derived from a random community survey of
adults. Am J Respir Crit Care Med 2007 Aug 1;
176:238-42
-
Smith
AD et al. Use of exhaled nitric oxide
measurements to guide treatment in chronic
asthma. N Engl J Med 2005 May 26; 352:2163-73
-
Aerocrine
NO monitor cleared by U.S. FDA for monitoring
asthma therapy, 2005 JAN 31
-
Niox®
(Aerocrine)
-
Szefler
SJ et al. Management of asthma based on exhaled
nitric oxide in addition to guideline-based
treatment for inner-city adolescents and young
adults: A randomised controlled trial. Lancet
2008 Sep 20; 372:1065.
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