|
ZIELSTELLUNG:
Das “Restless legs Syndrom”, eine verbreitete
neurologische Schlafstörung tritt bei 5% bis 10%
der Erwachsenen in den USA und in Westeuropa auf.
Obwohl etwa 25% der Erwachsenen mit dem “Restless
legs Syndrom” den Beginn erster Symptome bereits
im Alter zwischen 10 bis 20 Jahren angeben, gibt es
sehr wenig Literatur über Studien bei Kindern und
Jugendliche zur Prävalenz dieses Syndroms. In
dieser ersten Populationsstudie wurden spezifische pädiatrische
diagnostische Kriterien verwendet, um die Prävalenz
und den Leidensdruck des “Restless legs Syndroms”
in 2 Altersgruppen (8 bis 11 sowie 12 bis 17 Jahre)
zu untersuchen.
METHODEN:
Initial zum Thema der Befragung verblindete Familien
wurden
aus einer großen Zahl von Freiwilligen für
Forschungsumfragen im
Vereinigten
Königreich und in den USA rekrutiert. Die gesamte
Administration erfolgte via Internet und die
Ergebnisse wurden nach Alter und Geschlecht
stratifiziert. Die pädiatrischen Diagnosekriterien
des “Restless legs Syndroms” von 2003 wurden
verwendet und Fragen wurden spezifisch formuliert,
um auszuschließen, daß Patienten mit positionsabhängigem
Unbehagen oder mit Beinkrämpfen, Arthralgien oder
schmerzenden Muskeln als Patienten mit “Restless
legs Syndrom” gezählt werden.
ERGEBNISSE:
Es wurden Daten von 10,523 Familien erhoben. 1,9%
der 8- bis 11-Jährigen und 2,0% der 12- bis 17- Jährigen
erfüllten die Diagnosekriterien für das
“Restless legs Syndrom”. Mittelgradig oder
schwer beeinträchtigende Symptome des “Restless
legs Syndrom” traten mehr als zweimal oder zweimal
pro Woche bei 0,5% bzw. 1,0% der Kinder auf. Es
wurden überzeugende Beschreibungen der Symptome des
“Restless
legs Syndrom” geliefert. Es wurden keine
signifikanten
Geschlechtsunterschiede
gefunden. In >70% der Familien berichtete
mindestens ein biologisches Elternteil über
Symptome des “Restless legs Syndroms”, wobei in
16% der Familien beide Elternteile betroffen waren.
Schlafstörungen waren signifikant häufiger bei
Kindern und Jugendlichen mit “Restless legs
Syndrom” als in der Kontrollgruppe (69,4% versus
39,6%). Auch waren in der Anamnese berichtete
"zunehmende Schmerzen" signifikant häufiger
bei Kindern und Jugendlichen mit “Restless legs
Syndrom” als in der Kontrollgruppe (80,6% versus
63,2%). Mehrere Auswirkungen wurden mit dem
“Restless legs Syndrom” im Zusammenhang stehend
angegeben, z.B. 49,5% vermerkten einen
"negativen Effekt auf die Stimmung".
Weiterhin wurden Daten zu Begleiterkrankungen und
der
Diagnose-Häufigkeit des “Restless legs
Syndroms”.
SCHLUSSFOLGERUNGEN:
Die Daten dieser Populationsstudie lassen Folgendes
vermuten: Das “Restless legs Syndrom” ist für
Kindern und Jugendliche sehr beeinträchtigend und
kommt häufiger vor als Epilepsie oder Diabetes
mellitus.
-
Picchietti
D et al. Restless legs syndrome: Prevalence and
impact in children and adolescents — The Peds
REST study. Pediatrics 2007 Aug; 120:253-66
-
Stefansson
H et al. A genetic risk factor for periodic limb
movements in sleep. N Engl J Med 2007 Jul 18
-
Ropinirol
(Adartrel®): Dopaminagonist beim
Restless-Legs-Syndrom (RLS)
|