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Schlaganfall-Prädiktoren bei Vorhofflimmern, 2007

Schlüsselwörter: Blutung, Orale Antikoagulant, Vorhofflimmern, Tachyarrhythmia absoluta, Apoplexie, Absolute Arrhythmie, Hirnblutung, Marcumar, Aspirin, Antikoagulation, ASS plus Clopidogrel, Blutungen, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Die wichtigsten Schlaganfall-Risikofaktoren sind: früherer Schlaganfall oder TIA, hohes Alter, Hypertonie und Diabetes

Studien haben gezeigt, dass eine orale Antikoagulation (in Deutschland häufig mit Marcumar®) auch bei älteren Menschen mit Vorhofflimmern auch zur Schlaganfall-Propyhlxe sinnvoll ist. Nach den Ergebnissen einer randomisierten kontrollierten Studie im Lancet (2) lassen sich Schlaganfälle dadurch häufiger verhindern als unter Acetylsalicylsäure (Aspirin®). Daher wird Antikoagulationstherapie zunehmend auch bei über 75-Jährigen mit Vorhofflimmern zur Standardtherapie in der Primär- und Sekundärprävention des Schlaganfalls (3) empfohlen.

Gleichzeitig ist es jedoch bekannt, dass schwere Blutungen bei älteren Patienten (> 80 Jahre)  während der therapeutischen Antikoagulation im Praxisalltag häufig auftreten (4) und somit die Vorteile der Antikoagulation wieder relativieren. Daher ist es besonders wichtig, anhand von Risikoprofilen besonders schlaganfallgefährdeten Patienten heraus zu finden.

In einer aktuellen Studie (1) gingen Mediziner dieser Frage nach und identifizierten anhand der Daten von sieben Studien Schlaganfall-Risikofaktoren bei Patienten mit nichtvalvulärem Vorhofflimmern.

Die wichtigsten unabhängigen Risikofaktoren für Schlaganfall waren früherer Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacke (TIA), hohes Alter, Hypertonie und Diabetes.

Jährliche Schlaganfall-Raten für nicht-antikoagulierte Patienten mit einzelnen Risikofaktoren betrugen:

6% bis 9%,  für das Risikofaktor „früherer Schlaganfall oder TIA“,

1.5% bis 3% für „Alter über 75“,

1.5% bis  3.0% für Hypertonie,

und 2.0% bis 3.5% für Diabetes.

Überraschenderweise weder Herzinsuffienz noch Koronare Herzkrankheit (KHK) waren signifikante Risikofaktoren. Einzig der Nachweis von mittel- bis schwergradige systolische Funktionsstörung des linken Ventrikels war in einer Studie ein wichtiges Risikofaktor. 

Fazit: Als wichtigste Vier Schlaganfall-Risikofaktoren wurden früherer Schlaganfall oder TIA, hohes Alter, Hypertonie und Diabetes festgestellt. Früherer Schlaganfall/TIA war das wichtigste Risikofaktor, und zeigte ein jährliches Schlaganfall-Risiko über 5% bis 10%.

Die American College of Cardiology hat bereits eine Leitlinie zur Antikoagulation bei Patienten mit Vorhofflimern veröffentlicht (5) 

  1. The Stroke Risk in Atrial Fibrillation Working Group. Independent predictors of stroke in patients with atrial fibrillation: A systematic review. Neurology 2007 Aug 7; 69:546-54

  2. Vorhofflimmern: Orale Antikoagulation bei über 75-Jährigen sicher und effektiv, 2007

  3. BAFTA-Studie: Vorhofflimmern: Orale Antikoagulation bei über 75-Jährigen sicher und effektiv, 2007

  4. Marcumar sollte bei älteren Patienten mit Vorhofflimmern vorsichtig eingesetzt werden, 2007

  5. ACC/AHA/ESC 2006 Guidelines for the Management of Patients With Atrial Fibrillation—Executive Summary

 

 

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Stand: 25. Mai 2013