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Ciprofloxacin
ist ein in der Behandlung von komplizierten und
unkomplizierten Infektionen weit verbreiteter
Wirkstoff aus der Gruppe der Flouroquinolone. Sehr
selten wird eine immunvermittelte interstitielle
Nephritis beschrieben, mit direkter Nierenschädigung
nur im Rahmen einer Ciprofloxacin-Überdosierung.
Ergebnisse
experimenteller Studien deuten darauf hin,
dass eine Kristallurie mit der Gabe von
Ciprofloxacin assoziiert sein kann. Die
Wahrscheinlichkeit einer Kristallnephropathie unter
Ciprofloxacin-Medikation beim Menschen gilt hingegen
auf der Grundlage aktueller Daten als äußerst
gering; diese zeigten eine Abhängigkeit des
Auftretens einer Kristallurie unter Ciprofloxacin
von einem Urin pH-Wert von größer pH 6.8.
Es
wird jedoch aktuell über zwei Fälle einer
Kristallnephropathie unter Ciprofloxacin-Medikation
berichtet, mit dem klinischen Bild einer akuten
reversiblen Tubulusschädigung und des Nachweises
intratubärer Kristalle.
Die
Befunde sind identisch mit den kürzlich
beschriebenen bei älteren Patienten unter
Ciprofloxacin, welche eine Dosierung im
therapeutisch empfohlenen Bereich erhielten. Die
Kristallstrukturen in den Tubuli waren sowohl
in der Von-Kossa-Färbung für Phosphate negativ als
auch in der Alizarin-Rot-Färbung für Kalzium.
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