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Erythropoietin:
Wirksamkeit und Sicherheit bei kritisch erkrankten Patienten auf der
Intensivstation, 2007
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| Schlüsselwörter:
Intensivmedizin, Anämie, Blutarmut, Bedarf an Blutkonserven,
Bluttransfusion, Bluttransfusionen, Erythropoietin, EPO,
Intensiv-Patienten, Operation, Trauma, Mortaltiät, Sterblichkeit, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Aktuelle
Studie in NEJM (1): Unter
Erythropoietin weniger Mortalität bei
Trauma-Patienten, aber höheres Risiko für
thromboembolische Ereignisse. Die Editorialisten raten
weiterhin einen zurückhaltenden Einsatz von
Erythropoietin, da eine zu starke Korrektur des Hämoglobinwerts
mit Erythropoetin bei Patienten mit chronischem
Nierenversagen oder mit Krebskrankheiten die
kardiovaskuläre Morbidität erhöht (4).
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Erythropoietin
kann auf Intensivstationen den Bedarf an
Blutkonserven senken (2). In einer früheren Studie
in JAMA (3) zeigte jedoch, dass Erythropoietin
–Gabe auf Intensivstation bei kritisch erkrankten
Patienten mit Anämie (Hämatokrit unter 38%) die
Mortalität und Outcome jedoch nicht ändert. Jetzt
haben die gleichen Forscher eine weitere
randomisierte Studie mit 1460 Patienten mit Hämoglobin-Werten
unter 12 g/dL, die voraussichtlich mehrere Tage auf
der Intensivstation verbringen werden, durchgeführt.
Als Ausschlusskriterien waren unter Anderem KHK und
thromboembolische Ereignisse in der Vorgeschichte
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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EPOETIN
ALFA - Wirksamkeit und Sicherheit bei kritisch
erkrankten Patienten (Critically Ill Patients)
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HINTERGRUND:
Eine Anämie bei kritisch erkrankten Patienten wird
häufig mit Erythrozyten-Transfusionen
behandelt, nicht zufrieden stellend ist das Outcome
der Patienten. Zu überprüfen war die Hypothese,
dass eine Therapie mit rekombinantem humanen
Erythropoietin die Notwendigkeit von
Erythrozyten-Transfusionen bei diesen Patienten
reduzieren könnte.
METHODEN:
In die prospektive, randomisierte und
plazebokontrollierte Studie wurden insgesamt 1460
internistische, chirurgische und traumatisierte
Patienten nach Aufnahme innerhalb von 48 und 96
Stunden auf die Intensivstation eingeschlossen.
Epoetin alfa wurde in einer Dosierung von 40,000 U wöchentlich
vs. Plazebo für maximal 3 Wochen verabreicht. Die
Follow-up Zeit betrug 140 Tage. Der primäre
Endpunkt war derjenige Prozentsatz an Patienten,
welcher eine Erythrozyten-Transfusion erhielt. Als
sekundäre Endpunkte wurden die Anzahl der
Erythrozyten-Transfusionen, die Sterblichkeit und
eine Veränderung der Hämoglobin-konzentration vom
Ausgangswert festgelegt.
ERGEBNISSE:
Die Therapie mit Epoetin alfa zeigte im Vergleich
zur Plazebo-Gruppe weder eine Verminderung der
Patientenzahl mit Erythrozytentransfusion (relatives
Risiko Epoetin-Gruppe vs. Plazebo-Gruppe, 0.95; 95%
Confidenzintervall [CI], 0.85 - 1.06) noch
eine Verminderung der mittleren Anzahl (±SD)
tranfundierter Erythrozyten-Einheiten (4.5±4.6
Einheiten in der Epoetin-Gruppe und 4.3±4.8
Einheiten in der Plazebo-Gruppe, P=0.42). Der
Hämoglobin-Wert, gemessen am 29. Tag, wies
jedoch in der Epoetin-Gruppe im Vergleich zur
Plazebo-Gruppe einen stärkeren Anstieg auf (1.6±2.0
g/dl vs. 1.2±1.8 g/dl, P<0.001). Auch lag die
Sterblichkeitsrate zu diesem Zeitpunkt bei den mit
Epoetin alfa behandelten Patienten tendenziell
niedriger (angepasste Hazard-Ratio, 0.79; 95% CI,
0.56 - 1.10); dieser Effekt konnte ebenfalls in den
vorgegebenen Analysen bei denjenigen Patienten
mit der Diagnose Trauma verzeichnet werden
(angepasste Hazard-Ratio, 0.37; 95% CI, 0.19 to
0.72). Ein ähnliches Verteilungsmuster wurde am
140. Tag beobachtet (angepasste Hazard-Ratio, 0.86;
95% CI, 0.65 to 1.13), insbesondere bei den
Patienten mit Trauma (angepasste Hazard-Ratio, 0.40;
95% CI, 0.23 to 0.69). Im Vergleich zur
Plazebo-Gruppe konnte unter der Therapie mit
Apoetin alfa ein signifikanter Anstieg der Häufigkeit
assoziierter thrombotischer Ereignisse gesehen
werden (Hazard-Ratio, 1.41; 95% CI, 1.06 to 1.86).
ZUSAMMENFASSUNG:
Bei kritisch erkrankten Patienten (Critically Ill
Patients) reduziert Epoetin alfa nicht die Häufigkeit
von Erythrozyten-Transfusionen, es kann jedoch die
Sterblichkeit traumatisierter Patienten verringern.
Die Behandlung mit Epoitin alfa ist mit einem
Anstieg der Häufigkeit thrombotischer Ereignisse
assoziiert.
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Corwin
HL et al. Efficacy and safety of epoetin alfa in
critically ill patients. N Engl J Med 2007 Sep
6; 357:965-76
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Intensivmedizin
und Bedarf an Blutkonserven: Bluttransfusion -
weniger Bluttransfusionen durch Erythropoietin (EPO)
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Corwin
HL et al. Efficacy of recombinant human
erythropoietin in critically ill patients: A
randomized controlled trial. JAMA 2002 Dec 11;
288:2827-35
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Kardiale
Risiken von Erythropoetin (EPO) - Zielwerte für
Hämoglobin zu hoch, 16. November 2006
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