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GI-Blutungen unter antithrombotischer Kombinationstherapie, 2007

Schlüsselwörter: Gastrointestinalblutungen, Darm-Blutungen, Magenblutung, ASS, Aspirin, NSAID, tödliche Darmblutungen, Magen, Blutung, Diclofenac, Ibuprofen, Clopidogrel, Plavix, Iscover, Marcumar, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Aktuelle CMAJ-Studie (1): Kombinationen von antithrombotischen und antiphlogistischen Medikamenten führt zu einem höheren GI-Blutungsrisiko als Monotherapie. Beispiele für Blutungsrisiko unter Monotherapie und Kombinationstherapie sind:

  • Monotherapien für verschiedene Medikamente: ca. 1.5 bis 2 Mal erhöhtes Risiko.

  • Warfarin (in Deutschland wird Marcumar® verwendet) plus ASS (Aspirin®): ca. 6 Mal erhöhtes Risiko

  • Warfarin plus ein NSAID (in Deutschland häufig Diclofenac oder Ibuprofen): ca. 5 Mal erhöhtes Risiko

  • Clopidogrel (Plavix®) plus ASS  (Aspirin®): ca. 4 Mal erhöhtes Risiko

  • Clopidogrel (Plavix®) plus ein NSAID: ca. 3 Mal erhöhtes Risiko

  • Cox-2-Hemmer: GI-Blutungsrisiko für Cox-2-Hemmer verhielt sich ähnlich wie das von NSAID, unabhängig davon als Monotherapie oder als Kombinationstherapie.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Medikamenten-Interaktionen zwischen antithrombotischen Medikamenten und das Risiko gastrointestinaler Blutungen

BACKGROUND: Antikoagulantien und plättchenaggregationshemmende Medikamente {z.B. Warfarin (in Deutschland Marcumar®), Clopidogrel (Plavix®, Iscover®) oder Acetylsalicylsäure (Aspirin®)} sind wichtige Therapeutika in der Behandlung von kardiovaskulären Krankheiten.  

Medikamenten-Interaktionen mögen das Risiko gastrointestinaler Blutungen erhöhen wenn diese Medikamente kombiniert werden. Hier wurde untersucht, ob antithrombotisch wirksame Medikamentenkombinationen das Risiko solcher Blutungen bei Patienten in einer Allgemeinarztpraxis erhöhen. 

METHODEN: Es wurde eine populationbasierte, retrospektive Fallkontroll-Studie durchgeführt. Dabei wurde die Dokumentation der “United Kingdom General Practice Research”-Datenbank von 2000 bis 2005 verwendet. Als Fälle wurden Patienten mit einem Alter >18 Jahre identifiziert mit Erstdiagnose gastrointestinale Blutung. Dazu wurden Kontrollfälle nach Arztpraxis, Alter und Indexdatum (Datum der Blutung) identifiziert. Alle Patienten mußten mindestens 3 Jahre Follow-up-Daten in der Datenbank haben.

Medikamentenexposition war definiert wenn während 90 Tagen vor dem Indexdatum eine Medikamentengabe erfolgte. 

ERGEBNISSE: Es waren 4028 Fälle mit der Diagnose gastrointestinale Blutung und 40 171 Kontrollen. Die Verschreibung von Acetylsalicylsäure mit entweder Clopidogrel (adjustierte „rate ratio“ [RR] 3,90) oder Warfarin (adjustierte „rate ratio“ 6,48) war mit einem höheren Risiko gastrointestinaler Blutungen assoziiert als jedes einzelne Medikament als Monotherapie. Das gleiche galt, wenn ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAID) mit entweder Clopidogrel (adjusted RR 2,93;) oder Warfarin (RR 4,60; 95% CI 2,77-7,64) kombiniert war.

INTERPRETATION: Medikamentenkombinationen aus Plättchenaggregationshemmern und Antikoagulantien sind mit einem höheren Risiko gastrointestinaler Blutungen assoziiert als Medikamente als Monotherapie. Ärzte sollten über diese Risiken informiert sein um im Rahmen der Therapie eine ausreichende Nutzen/Risiko-Abwägung vornehmen zu können.

  1. Delaney JA et al. Drug–drug interactions between antithrombotic medications and the risk of gastrointestinal bleeding. CMAJ 2007 Aug 14; 177:347-51.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013