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Screening
für Vorhofflimmern, 2007
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| Schlüsselwörter:
Screening, Vorhofflimmern, Absolute Arrythmie, Vorhofflattern,
tachyarrytmia absoluta, Vorsorge, Vorhofseptumdefekt, Schlaganfall, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Zwei
aktuelle Studien (1,2): Screening
verbesserte zwar die Diagnoserate, aber es bleibt
weiterhin unklar, ob Vorhofflimmern-Screening
langfristig klinische Vorteile bietet.
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Vorhofflimmern
(AF) ist ein therapierbarer Risikofaktor für
Schlaganfälle. Daher scheint die Annahme, die
Diagnose einer bisher unbekannten Vorhofflimmerns
sei klinisch vorteilhaft, logisch zu sein. Zwei
Studien aus England überprüften verschiedene
Vorgehensweisen bei der Vorhofflimmern-Diagnose.
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Die
erste Studie identifizierte die beste
Screening-Methode für Vorhofflimmern. Insgesamt
14,802 Patienten (älter als 65 Jahre) aus 50
Hausarztpraxen wurden entweder für eine
Intervention- oder Kontrollgruppe randomisiert.
Patienten
in der Kontrollgruppe wurden einem Screening nicht
unterzogen.
Patienten
in der Interventionsgruppe wurden weiter in zwei
Gruppen randomisiert:
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Die
Patienten der ersten Gruppe erhielten alle einen
EKG (systematisches Screening).
-
Die
Patienten der ersten Gruppe erhielten einen EKG,
wenn der Puls unregelmäßig war
(opportunistisches Screening).
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Die
Studiendauer war ein Jahr. Die Diagnoseraten für
neu festgestelltes Vorhofflimmern war in den Gruppen
systematische und opportunistisches Screening (1.62%
und 1.64%,) signifikant höher als in der
Kontrollgruppe (1.04%). Es gab zwischen den beiden
Interventions-Gruppen keinen signifikanten
Unterschied.
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Die
zweite Studie verglich die Genauigkeit der
EKG-Interpretation durch einen Hausarzt und durch
eine Diagnostik-Software bei der
Vorhofflimmern-Diagnostik bei insgesamt 2595
Patienten. Die EKGs wurden anschließend von
Experten kontrolliert. Die folgenden Ergebnisse
wurden festgestellt:
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Sensitivität
und Spezifität bei
Allgemeinmediziner-Interpretation: 82% und 92%
-
Sensitivität
und Spezifität bei diagnostischer Software: 83%
und 99%
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Sensitivität
und Spezifität bei der Kombination der beiden
Vorgehensweisen (Interpretation durch den
Hausarzt plus die Diagnostik-Software): 92% and
91%
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Fazit:
Diese beiden Studien lieferten einfache Strategien,
wenn die Hausärzte gezielt nach Vorhofflimmern
suchen wollen.
Die
erste Studie zeigte, dass die Hausärzte durch
aktives Screening für Vorhofflimmern deutlich mehr
Patienten mit Vorhofflimmern entdecken. Das
opportunistische Screening (Patienten erhielten erst
dann einen EKG, wenn der Puls unregelmäßig ist)
ist eine einfache und effektive Methode der
Vorhofflimmern-Diagnostik bei Patienten älter als
65 Jahre.
Die
zweite Studie hat ergeben, dass viele Hausärzte
Vorhofflimmern im EKG nicht immer sicher
identifizieren konnten. Die Diagnoserate wurde auch
dann nicht verbessert, wenn zusätzlich eine
diagnostische Software zur EKG-Interpretation heran
gezogen wurde. Daher fordern die Autoren, Hausärzte
das EKG-Lesen regelmäßig trainieren sollten.
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Fitzmaurice
DA et al. Screening versus routine practice in
detection of atrial fibrillation in patients
aged 65 or over: Cluster randomised controlled
trial. BMJ 2007 Aug 25; 335:383
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Mant
J et al. Accuracy of diagnosing atrial
fibrillation on electrocardiogram by primary
care practitioners and interpretative diagnostic
software: Analysis of data from screening for
atrial fibrillation in the elderly (SAFE) trial.
BMJ 2007 Aug 25; 335:380.
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