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Schwere Sepsis: Wirksamkeit von “Early Goal-Directed Therapy (EGDT), 2007

Schlüsselwörter: Schwere Sepsis, Early Goal-Directed Therapy, EGDT, septischer Schock, frühe Therapie, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Mit EGDT-Intervention lässt sich die Mortalität senken, wenn auch nicht signifikant. EGDT beinhaltet unter anderem Besserung der hämodynamischen Monitoring anhand von Algorithmen auf der Intensivstation (Messungen des Zentralvenendruckes und der Sauerstoffsättigung, aggressive Volumenkorrektur sowie Vasopressoren-Gabe, um Herz-Kreislauf-Zielwerte zu erreichen)

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Hintergrund: Eine „Goal Directed Therapy“ wird bei schwerer Sepsis und septischem Schock auf der Intensivstation angewendet. Diese Methode beinhaltet die Anpassung der kardialen Vorlast, Nachlast und Kontraktilität um ein ausreichendes Sauerstoffangebot zu gewährleisten. Eine Early Goal-Directed Therapy (EGDT) soll bereits in der Notaufnahme beginnen. Die Patienten sollen spätestens nach 6 Stunden auf die Intensivstation verlegt werden. Durch die zusätzliche Messung der zentralvenösen Sättigung können bereits in dieser Zeit weitere Interventionen stattfinden.

 

Vorgehen: Das Ziel der prospektiven Interventionsstudie in „Chest“ war, die klinische Effektivität eines Early Goal Directed Therapy- Protokolls in der Notaufnahme zu untersuchen. Die Studie wurde über zwei Jahre an einer städtischen Notaufnahme durchgeführt. Einschlusskriterien waren Verdacht auf Infektion, Anzeichen für eine systemische Entzündung, und entweder Blutdruckwert systolisch unter 90 mm Hg nach Gabe eines Flüssigkeitsbolus bzw. Laktatkonzentration größer oder gleich 4 mol/l. Ausschlusskriterien waren Alter unter 18 Jahren, Kontraindikationen gegen einen Zentralvenösen Katheter und die Notwendigkeit sofortiger chirurgischer Therapie. Es wurden prospektiv für ein Jahr klinische Daten und Sterbedaten von aufeinander folgenden ausgewählten Patienten unter der Behandlung von zertifizierten Notärzten dokumentiert. Dann wurde ein EGDT-Protokoll (die Intervention) eingeführt und klinische Daten und Mortalitätsraten ein Jahr lang dokumentiert. Vor dem ersten Jahr wurde eine 33%ige Reduktion der Mortalitätsrate (die relative Mortalitätsrate die in der Originalstudie über die EGDT gefunden wurde) definiert, um die klinische Effektivität der Intervention zu fordern.     

Ergebnisse: Im Präinterventionsjahr wurden 79 Patienten in die Studie aufgenommen und 77 im Postinterventionsjahr. Verglichen mit dem Präinterventionsjahr erhielten die Patienten im Postinterventionsjahr signifikant mehr Flüssigkeitsvolumen (2,54 l vs. 4,66 l) und häufiger Vasopressoren während der initialen Reanimation (34% vs. 69%). Die Kliniksterblichkeit war 21 von 79 (27%) Patienten vor der Intervention verglichen mit 14 von 77 Patienten (18%) nach der Einführung der Intervention.

 

Fazit:  Die Anwendung einer EGDT in der Notfallaufnahme war mit einer absoluten Reduktion der Mortalität um 9% assoziiert (relativ 33%). Die Daten liefern eine externe Validierung der klinischen Effektivität einer EGDT bei der Behandlung der Sepsis und dem septischen Schock in der Notaufnahme.  

 

 

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Stand: 25. Mai 2013