|
ZIELSTELLUNG:
Ziel war es, Ursachen von Schlafstörungen in peri-
und postmenopausalen Frauen zu untersuchen.
STUDIEDESIGN:
Insgesamt wurden 102 Frauen (Alter 44 bis 56 Jahre),
die über Schlafstörungen berichteten via
Zeitungsanzeigen für diese Studie gewonnen. Diese
wurden mittels des “Pittsburgh Sleep Quality
Index” und der “Hamilton Anxiety and Depression
Rating Scales” untersucht. Im Schlaflabor wurde
unter kontrollierten Bedingungen eine komplette
Polysomnographie durchgeführt. Die Ergebnisse
wurden mittels Regressionsanalyse ausgewertet.
ERGEBNISSE:
Dreiundfünfzig Prozent der Frauen hatten
Apnoe-Episoden, Symptome im Sinne des „Restless
Leg Syndroms“ oder beides. Die höchste prediktive
Aussagekraft für die objektive Schlafqualität
(Schlafeffizienz im Schlaflabor) hatten
Apnoe-Episoden, periodische Bewegungen und
Erregungen (R=0.44, P<0.0001). Die höchste
prediktive Aussagekraft für die subjektive
Schlafqualität (“Pittsburgh Sleep Quality Index
global score”) hatten der “Hamilton anxiety
score” und die Zahl der Hitzewallungen in der
ersten Hälfte der Nacht (R=0,19, P<0,001).
SCHLUSSFOLGERUNG:
Primäre Schlafstörungen (Apnoe-Episoden und
Symptome im Sinne des „Restless Leg Syndroms“)
sind häufig in dieser Population. Eine Verringerung
der Hitzewallungen könnte einige Schlafbeschwerden
verringern. Dies würde aber nicht die
zugrundeliegenden primären Schlafstörungen
beeinflussen. Da diese zu bedeutsamer Morbidität
und Mortalität führen können, erfordern Schlafstörungen
entsprechende Aufmerksamkeit in peri- and
postmenopausalen Frauen.
|