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EXPRESS-Studie
- TIA: Akutbehandlung und Nachbetreuung in Stroke Units beugt
Schlaganfälle vor, 2007
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| Schlüsselwörter:
Transitorische ischämische Attacke, EXPRESS-Studie, TIA,
Akutbehandlung, Nachbetreuung, Stroke Unit, Schlaganfall, Apoplex,
Stroke units, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Eine
aktuelle Studie in Lancet (1) hat gezeigt, wenn
Patienten mit TIA (Transitorische ischämische
Attacke) umgehend in Schlaganfall-Spezialstationen (Stroke
Units) eingewiesen werden, wird die Schlaganfallrate
in den nächsten 90-Tagen um 80% gesenkt.
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Pressemitteilung
der Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft über die
Studie:
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“
Eine transitorische ischämische Attacke (TIA) ist
oft Vorbote eines Schlaganfalls. Diesem kann jedoch
vorgebeugt werden, wenn Patienten mit TIA in
ausgewiesenen Schlaganfall-Spezialstationen, den
Stroke Units, unmittelbar behandelt werden. Darauf
machen die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)
und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
anlässlich einer aktuellen Studie der Oxford
Universität aufmerksam. Dort konnte allein durch
eine bessere Organisation der Akutbetreuung an einer
Stroke Unit und durch eine strukturierte
Nachbetreuung die Zahl erneuter Schlaganfälle um 80
Prozent gesenkt werden.
"Eine transitorisch ischämische Attacke ist Ausdruck
einer vorübergehenden umschriebenen
Minderdurchblutung im Gehirn. Dabei handelt es sich
um plötzlich auftretende Symptome wie halbseitige
Lähmungen sowie Sehstörungen, Sprachstörungen oder
auch nur um einen herabhängenden Mundwinkel. In den
meisten Fällen sind die Symptome schon innerhalb
weniger Minuten wieder verschwunden", sagt Professor
Dr. med. Martin Grond, Chefarzt am Kreiskrankenhaus
Siegen und 1. Vorsitzender der Deutschen
Schlaganfall-Gesellschaft. Sind die Symptome vorbei,
sind diese Menschen keinesfalls außer Gefahr. Jeder
zehnte erleidet innerhalb der nächsten drei Monate
einen weiteren Schlaganfall, die Hälfte davon
bereits innerhalb von zwei Tagen. "Jede TIA ist
deshalb ein medizinischer Notfall", sagt Grond: "Und
er sollte deshalb wie der 'große' Schlaganfall mit
länger anhaltenden Symptomen unbedingt sofort in
einer Stroke Unit behandelt werden", so die
Forderung der Schlaganfall-Gesellschaft.
Denn es gibt, so die Experten,
Behandlungsmöglichkeiten, die nachweislich einem
weiteren Schlaganfall vorbeugen können. Dazu zählen
Medikamente, welche die Verklumpung, also die
Aggregation von Blutplättchen, den Thrombozyten,
hemmen. Acetylsalicylsäure (ASS) und andere
Blutplättchenhemmer können derartige Verklumpungen
verhindern. Auch Medikamente mit gerinnungshemmenden
Wirkstoffen wie Marcumar sind bei Patienten mit
Herzrhythmusstörungen unmittelbar angezeigt. Darüber
hinaus ist die Senkung des Cholesterinwertes und
eine Behandlung des erhöhten Blutdrucks sowie die
frühzeitige Erweiterung einer verengten
Halsschlagader in Studien belegte vorbeugende
Maßnahmen.
"Um einen zweiten Schlaganfall zu verhindern, müssen
diese Empfehlungen rasch umgesetzt werden",
erläutert Professor Grond. Welche Vorteile dies hat,
zeigt die Untersuchung der Neurologischen
Universitätsklinik in Oxford, die dieser Tage in der
Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht wurde. Die
britischen Mediziner hatten 2002 eine Sprechstunde
für Patienten mit TIA oder leichtem Schlaganfall
eingerichtet. In den ersten anderthalb Jahren wurden
die Patienten dort nur untersucht und mit
Behandlungsempfehlungen an den Hausarzt
zurücküberwiesen (Phase I). Es dauerte im
Durchschnitt drei Tage, bis die Patienten
abschließend untersucht waren und 20 Tage, bis sie
ihre Medikamente erhielten. Später übernahmen die
Oxford-Spezialisten selbst die Behandlung (Phase
II). Jetzt wurden die meisten Patienten noch am
gleichen Tag untersucht und sie erhielten innerhalb
eines Tages ihre Medikamente. Die Nachbetreuung
erfolgte durch die Stroke Units. Die Auswirkungen
waren gravierend: Während in Phase I insgesamt zehn
Prozent der Patienten innerhalb von 90 Tagen einen
Schlaganfall erlitten, waren es in Phase II nur zwei
Prozent. ..“ Mehr...
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- Rothwell
PM et al. Effect of urgent treatment of
transient ischaemic attack and minor stroke on
early recurrent stroke (EXPRESS study): A
prospective population-based sequential
comparison. Lancet 2007 Oct 20; 370:1432.
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