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Karotis-Stenting mit Embolieprotektion (CAS) und Schlaganfälle – Ergebnisse des CAPTURE-Registers, 2007

Schlüsselwörter: Karotis, endarterekctomie Carotis-Stenting, APTURE-Register, Schlaganfall, Arteria-Carotis-Stent, Apoplex, Embolie, Hirninfarkt, Karotisendarterekctomie, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Nach 30 Tagen infolge von Carotis-Stenting erleideten 6,3% der Patienten Schlaganfall, Tod und Myokardinfarkt

Das CAPTURE-Register: Analyse von Schlaganfällen infolge von Carotis-Stenting nach Marktzulassung: Zeitverlauf, Lokalisation, Schwere und Anfallsart.

HINTERGRUND: Obwohl sich frühere Berichte über Carotis-Stenting mit Embolieprotektion (CAS) auf klinische Ergebnisse wie Tod, Schlaganfall und Myokardinfarkt konzentrierten, sind nur wenige Daten verfügbar, die Schlaganfälle bei CAS näher charakterisieren. Daher werden derzeit potentielle Pathomechanismen nur schwer verstanden. Die vorliegende Arbeit untersuchte Zeitverlauf, Lokalisation, Schwere und Anfallstypen bei CAS in der Studie “Carotid ACCULINK/ACCUNET Post Approval Trial to Uncover Unanticipated or Rare Events (CAPTURE)“. 

METHODEN: CAPTURE ist ein prospektives, multizentrisches Register zur Einschätzung der medizinischen Ergebnisse nach CAS nach der Zulassung des verwendeten Stents. Ein Neurologe untersuchte die Patienten vor der CAS, nach 24 Stunden sowie 30 Tage nach CAS. Der primäre Endpunkt war ein kombinierter Endpunkt aus Tod, Schlaganfall, oder Myokardinfarkt binnen 30 Tagen nach CAS. Schlaganfälle und alle neurologischen Ereignisse mit Verdacht auf Schlaganfall wurden durch ein unabhängiges Kommittee, das „Clinical Events Adjudication Committee“ anhand prädefinierter Definitionen begutachtet. Quelldokumente aller Patienten mit Schlaganfall in dieser Kohorte wurden durchgesehen. 

ERGEBNISSE: Die 30-Tages-Ergebnisse waren von 3500 Patienten verfügbar. Der primäre Endpunkt am Tag 30, die Ereignisrate für Tod, Schlaganfall und Myokardinfarkt betrug 6,3% (95% Konfidenzintervall: 5,5%-7,1%). Die Häufigkeit größerer Schlaganfälle und Tod betrug  2,9% (95% Konfidenzintervall: 2,4 bis 3,5). 4,8% der Patienten erlebten einen Schlaganfall (3,9% ipsilateral und 0,9% nichtipsilateral, 2% übergreifend). Die Mehrheit der Schlaganfallsymptome (57,7%) war nach dem Eingriff aber vor Entlassung bemerkt worden. Hingegen wurden 22,3% während des Eingriffs und 20% nach der Klinikentlassung festgestellt. Die zeitliche Verteilung war ähnlich und unabhängig von der Symptomatik vor dem Eingriff. Insgesamt waren 41% (69 von 170) aller Schlaganfälle größere. Die Inzidenz größerer Schlaganfälle war statistisch signifikant größer bei Patienten mit Symptomen im Vergleich mit asymptomatischen Patienten, 4,6% (22 von 482) beziehungsweise 1,6% (47 von 3018). Es gab mehr kleine als große Schlaganfälle bei asymptomatischen Patienten (63% versus 37%; P=0,10). Hingegen war die Schlaganfallschwere gleich verteilt bei den symptomatischen Patienten. Unter den ipsilateralen Schlaganfällen war fast die Hälfte größer (44%), wohingegen nur ein Viertel (26%) der nichtipsilateralen Schlaganfälle größer waren. Alles in allem waren 23% der großen  Schlaganfälle hämorrhagische und 94% dieser Schlaganfälle waren ipsilateral. Es gab eine Tendenz zu mehr größeren hämorrhagischen Schlaganfällen bei symptomatischen Patienten im Vergleich zu asymptomatischen Patienten (36% vs. 17%; P=0.07). 55% der Schlaganfälle nach dem Eingriff und vor der Entlassung waren größere, wohingegen 27% der Schlaganfälle nach Entlassung größere waren. Weiterhin waren 65% der hämorrhagischen Schlaganfälle nach dem Eingriff und vor Entlassung, 30% nach der Entlassung. 

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Schlaganfälle in Verbindung mit CAS scheinen in der Mehrzahl der Fälle klinisch in Erscheinung zu treten nach dem Eingriff aber vor Entlassung. Signifikant weniger Schlaganfall-Symptome folgen auf die Entlassung aus dem Spital, typischerweise nach 24 Stunden. Das zeitliche Auftreten der Schlaganfälle nach CAS scheint ähnlich dem nach Carotisendarterectomie zu sein. Desweiteren tritt fast jeder fünfte Schlaganfall nicht-ipsilateral auf, mit Ausnahme von Ereignissen während des Eingriffes, welche alle ipsilateral waren, zur Seite der Stentimplantation. Der hämorrhagische Schlaganfall schien mehr in der Zeit nach dem Eingriff aufzutreten. Diese Parameter der Schlaganfallschwere, -lokalisation und Zeitverlauf geben weitere Einblicke in die Pathomechanismen der adversen neurologischen Ergebnisse von CAS.

  1. Fairman R et al. The CAPTURE registry: Analysis of strokes resulting from carotid artery stenting in the post approval setting: Timing, location, severity, and type. Ann Surg 2007 Oct; 246:551.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013