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Kniegelenk-Instabilität: Giving-way-Phänomen (Wegknicken des Knies), 2007

Schlüsselwörter:  Kniegelenk-Instabilität, Knie, Arthrose, Giving-way-Phänomen, Einschränkung der Kniefunktion.Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Studie (1): Mehr als 10% der Erwachsenen berichteten über Giving-way-Phänomen des Kniegelenkes (Wegknicken, Nachgeben beim Laufen und Gehen) in den letzten 3 Monaten. Das Phänomen trat vor allem beim laufen, Treppen steigen und verdrehen auf. Schmerzen, hohe BMI (Übergewicht) und Quadricepsmuskel-Schwäche waren mit Giving-way-Phänomen verknüpft. Giving-way-Phänomen war außerdem mit Einschränkungen der Kniefunktion beim Laufen und Arbeiten assoziiert. Die meisten Patienten wiesen im Röntgenbild keine Anzeichen einer Arthrose auf. Verstärkung des Quadricepsmuskels sowie Gewichtsabnahme könnten zur Stablilisierung der Kniefunktion beitragen.

Giving-way-Phänomen: Prävalenz, Risikofaktoren und Einschränkung der Kniefunktion.

HINTERGRUND: Das Giving-way-Phänomen des Knies tritt häufig bei fortgeschrittener Osteoarthrose und nach orthopädischen Eingriffen auf. Die Prävalenz in der Bevölkerung ist unbekannt. ZIEL: Das Giving-way-Phänomen wurde bezüglich Prävalenz, assoziierter Risikofaktoren und einhergehender Einschränkung der Kniefunktion untersucht.

STUDIENDESIGN: Querschnittsstudie der Bevölkerung. LOKALISATION: Framingham Osteoarthritis Study. TEILNEHMER: 2351 Männer und Frauen im Alter von 36 bis 94 Jahren (Median 63,5 Jahre). BESTIMMUNGSPUNKTE: Die Teilnehmer wurden nach vorausgegangenen Giving-way-Episoden und daraus resultierenden Stürzen gefragt. Knieschmerz und Funktionseinschränkung wurden anhand eines Fragebogens (Short Form-12) und der Schmerzskala WOMAC (Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index) bestimmt. Neben isometrischen Tests zur Bestimmung der Quadriceps-Kraft wurde eine Röntgenaufnahme im Stehen sowie eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Knies durchgeführt. Die Röntgenaufnahme wurde anhand der Kellgren-Lawrence-Skala bezüglich Osteoarthrose ausgewertet; die MRT-Bilder wurden auf mögliche Ruptur des vorderen Kreuzbandes analysiert. Der Zusammenhang von Giving-way-Episoden und Funktionseinschränkung wurde mithilfe logistischer Regression auf Alter, Geschlecht, BMI und Stärke der Knieschmerzen adaptiert.

ERGEBNISSE: 278 Patienten (11,8%) erlitten mindestens eine Giving-way-Episode innerhalb der letzten 3 Monate. 217 dieser Patienten (78,1%) erlitten mehr als 1 Episode und 35 (12,6%) stürzten währenddessen. Das Giving-way-Phänomen war unabhängig voneinander mit Knieschmerzen und Quadricepsschwäche assoziiert. Bei mehr als der Hälfte der Patienten wurden im Röntgenbild keine Anzeichen einer Osteoarthrose festgestellt. Personen mit Giving-way-Phänomen zeigten eine schlechtere Kniefunktion als Personen ohne, auch nach Anpassung auf Stärke der Knieschmerzen und Schwäche der Patienten. Beispielsweise berichteten 46,9% der Teilnehmer mit und 21,7% der Teilnehmer ohne Giving-way-Phänomen über Einschränkungen bei ihrer Arbeit (korrigierte Odds Ratio 2,0 [95% KI 1,5 bis 2,7]). LIMITATIONEN: Da es sich um eine Querschnittsstudie handelt, ist ein Rückschluss auf die Ursache nur begrenzt möglich.

SCHLUSSFOLGERUNG: Das Giving-way-Phänomen ist bei Erwachsenen häufig und dabei mit Funktionsverlust des Knies assoziiert. 

  1. Felson DT et al. Knee buckling: Prevalence, risk factors, and associated limitations in function. Ann Intern Med 2007 Oct 16; 147:534.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013