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Das
tetrazyklin-Antibiotikum Minocyclin soll antientzündliche
Effekte haben, und wird bei entzündlichen
Gelenkkrankheiten, die keine infektiöse Ursache
haben, bereits erprobt.
In
Tierversuchen hatte Minocyclin die Prognose nach
Schlaganfall gebessert. Das angenommene Mechanismus
hierbei ist die Hemmung der entzündlichen Reaktion
gegen Ischämie im Gehirn und damit Reduzierung vom
Zelltod infolge der Hirnischämie.
In
einer Studie aus Israel (1) wurden 151 Patienten mit
akutem ischämischem Schlaganfall entweder für
Minocyclin (200mg täglich für 5 Tage) oder für
Plazebo randomisiert. Alle Patienten wurden
in den ersten 24 Stunden symptomatisch behandelt.
Die Beobachtungsphase betrug 90 Tage.
Die
Mediziner verwendeten verschiedene Scores, um die körperlichen
Funktionen der Patienten nach Schlaganfall zu
erfassen: NIH Stroke Scale (NIHSS), modified Rankin
Scale (mRS) und Barthel Index (BI). Nach 7-, 30- und
90-Tagen zeigten die Patienten in der
Minocyclin-Gruppe eine klinisch signifikante
Besserung der körperlichen Funktionen als in der
Placebo-Gruppe.
Hinsichtlich
der Mortalität, Rate der Herzinfarkt- und
Schlaganfall-Rezidiv sowie der hämorrhagischen
Komplikationen gab es zwischen den beiden Gruppen
keine Unterschiede.
Fazit:
Die Mediziner ziehen die Schlussfolgerung, dass
Minocyclin im Vergleich zur Placebo das klinische
Outcome nach akutem Schlaganfall verbessert.
Medknowledge-Anmerkung:
Die Fallzahl der Studie war zu klein. Bevor man
Minocyclin als Standardtherapie bei akutem
Schlaganfall empfiehlt, sollten größere Studien
durchgeführt werden.
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Lampl
Y et al. Minocycline treatment in acute stroke.
An open-label, evaluator-blinded study.
Neurology 2007 Oct 2; 69:1404.
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