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Prostatakrebs-Vorsorge: Richtiges Intervall für PSA-Screening, 2007

Schlüsselwörter: Prostatakarzinom, Krebs, Operation, Prävention, Intervall, Zeitabstand, Krankheit, Prostatakrebs, PSA-Screening, PSA-Grenzwerte und Vorsorge,  Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Studie: 4-Jahres-Intervall war beim PSA-Screening ähnlich effektiv wie 2-Jahres-Intervall (1)

Intervallkarzinome beim Prostata-Screening: ein Vergleich von 2- und 4-jährigem Screening-Intervall im Rahmen der European Randomized Study of Screening for Prostate Cancer (ERSPC) in Göteborg und Rotterdam.

HINTERGRUND: Die Inzidenz des Prostatakarzinoms stieg seit Einführung des Screenings asymptomatischer Männer drastisch an. Die European Randomized Study of Screening for Prostate Cancer (ERSPC) wurde 1993 initiiert, um den Einfluss des PSA (Prostata-spezifisches-Antigen)-Screenings  auf die Mortalität des Prostatakarzinoms zu bestimmen. Variationen im Screening-Algorithmus, wie unterschiedliche Screening-Intervalle, dürften die Morbidität, Mortalität und Lebensqualität der untersuchten Population beeinflussen.

METHODEN: Verglichen wurden Zahl und Charakteristika von Intervallkarzinomen. Hierbei handelt es sich um Karzinome, die während des Screening-Intervalls, nicht aber im Rahmen des Screenings selber entdeckt werden. Untersucht wurden Männer im Screening-Arm des ERSPC, im Alter von 55-65 Jahren zum Zeitpunkt des ersten Screenings, in den zwei ERSPC- Studienzentren Göteborg (2-jähriges Screening-Intervall, n= 4202) und Rotterdam (4-jähriges Screening-Intervall, n = 13301). Alle Teilnehmer, bei denen vor dem 31. Dezember 2005 und maximal 10 Jahre nach dem ersten Screening ein Prostatakarzinom diagnostiziert worden war, wurden in Zusammenarbeit mit den nationalen Krebsregistern ermittelt. Ein möglicherweise lebensbedrohliches (aggressives) Intervallkarzinom war bei Diagnose durch mindestens eines der folgenden Charakteristika gekennzeichnet: Stadium M1 oder N1, PSA-Konzentration im Plasma > 20,0 ng/ml oder Gleason-Grad > 7. Mithilfe der Mantel-Cox-Regressionsanalyse wurden die Unterschiede in der Rate von Intervallkarzinomen und aggressiven Intervallkarzinomen in den zwei Zentren bestimmt. Alle statistischen Tests waren zweiseitig.

ERGEBNISSE: Die kumulative 10-Jahres-Inzidenz aller Prostatakarzinome lag in Rotterdam bei 1118 (8,41%) und in Göteborg bei 552 (13,14%) (p<0,001). Die kumulative Inzidenz von Intervallkarzinomen ergab 57 (0,43%) in Rotterdam und 31 (0,74%) in Göteborg (p =0,51). Als kumulative Inzidenz aggressiver Intervallkarzinome  wurde für Rotterdam 15 (0,11%) und für Göteborg 5 (0,12%) (p =0,72) ermittelt.

SCHLUSSFOLGERUNG: Die Studie ergab insgesamt eine niedrige Rate von Intervallkarzinomen, insbesondere von aggressiven Intervallkarzinomen. Ein 2-jähriges Screening-Intervall erbrachte höhere Detektionsraten als ein 4-jähriges. Die Rate von Intervallkarzinomen und aggressiven Intervallkarzinomen der Prostata war beim 2-jährigen Screening allerdings nicht erniedrigt.

  1. Roobol MJ et al. Interval cancers in prostate cancer screening: Comparing 2- and 4-year screening intervals in the European Randomized Study of Screening for Prostate Cancer, Gothenburg and Rotterdam . J Natl Cancer Inst 2007 Sep 5; 99:1296.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013