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Über
die Langzeit-Prognose der Männer, die einen akute
Harnretention entwickeln, ist es wenig bekannt. In
einer aktuellen Studie (1) haben Mediziner die
Einjahresprognose von 176,046 Männern (Alter
45)
untersucht, die wegen einer ersten Episode einer
Harnretention stationär aufgenommen waren.
Insgesamt
verstarb 15 % aller Männer mit spontanem
Harnverhalt (primäre Diagnose von akutem
Harnretention oder benigne Prostatahyperplasie) und
sowie 25 % aller Männer mit akutem Harnverhalt
(alle Fälle unabhängig vom Prostatahyperplasie,
also andersweitige Ursachen) innerhalb eines Jahres.
Mortalität
stieg mit dem zunehmenden Alter: Einjahresmortalität
betrug in der Altersgruppe 45-54 Jahre
4%, und in der höchsten Altersgruppe 75-84 Jahre
33%. Die Mortalität nahm ebenfalls bei
Vorhandensein von Begleiterkrankungen (Komorbidität)
zu.
Verglichen
mit der Allgemeinbevölkerung hatten die Männer mit
akutem Harnverhalt unabhängig von Alter oder
Komorbidität eine höhere Mortalitätsrate.
Fazit:
Mortalität bei Männern mit akutem Harnverhalt ist
hoch, und steigt mit zunehmendem Alter und
Komorbidität. Die Autoren schlussfolgern, dass
die Ärzte bei dieser Patientengruppe nicht einfach
die akute Harnretention therapieren, sondern nach
Risikofaktoren und Begleiterkrankungen suchen
sollten.
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