|
| |
Ärzte:
Selbstüberweisung für bildgebende Verfahren wie
Röntgen-Untersuchungen, 2007
|
|
Ärzte,
die Patienten für bildgebende Verfahren, wie die Röntgen-Untersuchung
CT, sich selbst überweisen können, neigen
signifikant häufiger zum Einsatz bildgebender
Verfahren als Ärzte, die ihre Patienten zu
Radiologen überweisen.
|
|
Ausführlichere
Daten mit Fazit der aktuellen Studie (1):
|
|
Die
Nutzung bildgebender Verfahren zur Diagnostik: Überweisung
zum Radiologen versus Überweisung zum Arzt
gleicher Fachrichtung.
ZIEL:
In einer retrospektiven Analyse sollte bestimmt
werden, wie häufig bei Patienten in ambulanter
Behandlung bildgebende Verfahren zur
Diagnosestellung eingesetzt werden. Unterschieden
wurde dabei zwischen Ärzten, welche die Patienten
zur Untersuchung in die eigene Praxis
beziehungsweise zu einem Arzt gleicher Fachrichtung
überwiesen und Ärzten, die zu einem Radiologen überwiesen.
MATERIAL
UND METHODEN: Bei der HIPAA (Health Insurance
Portability and Accountability Act) -konformen
Studie war keine Zulassung durch das Institutional
Review Board erforderlich. Studienbasis war die
Datenbank einer großen landesweiten
Betriebskrankenversicherung. Die zwischen 1999 und
2003 aufgeführten Fälle wurden in sechs klinische
Gegebenheiten gruppiert: kardiopulmonale
Erkrankungen, KHK und/oder andere Herzerkrankungen,
Extremitätenfrakturen, Knieschmerz, intraabdominale
maligne Erkrankungen und Schlaganfall. Innerhalb
jeder Kategorie wurden die Ärzte aufgrund ihrer
bisherigen Vorgehensweise in eine der zwei Gruppen
„Überweisung innerhalb der eigenen Praxis oder
zum Arzt gleicher Fachrichtung“ und „Überweisung
zum Radiologen“ eingeteilt. Für beide
Arzt-Gruppen wurde bestimmt, wie häufig bildgebende
Verfahren zur Diagnostik eingesetzt wurden. Die
Raten wurden mithilfe des χ2-Tests verglichen.
Mittels logistischer Regression wurden sie mit den
Kovariablen Patientenalter und Anzahl an Komorbiditäten
abgeglichen.
ERGEBNISSE:
Ärzte, die ihre Patienten zu bildgebenden Verfahren
in die eigene Praxis beziehungsweise zu einem Arzt
gleicher Fachrichtung überwiesen, nutzten diese bei
den untersuchten klinischen Gegebenheiten 1,12-fach
beziehungsweise 2,29-fach häufiger pro
Behandlungsperiode als Ärzte, welche ihre Patienten
zu Radiologen überwiesen (bei allen Vergleichen p
< 0,005). Nach Anpassung auf Patientenalter und
Komorbiditäten ergab sich für Patienten, die zu
einem Arzt gleicher Fachrichtung überwiesen wurden,
eine um Faktor 1,196 bis 3,228 erhöhte
Wahrscheinlichkeit für den Einsatz bildgebender
Verfahren.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Ärzte, die ihre Patienten zu Ärzten gleicher
Fachrichtung überweisen, neigen häufiger zum
Einsatz bildgebender Verfahren als Ärzte, die ihre
Patienten zu Radiologen überweisen. Nachdem
sechs verschiedene klinische Gegebenheiten
untersucht wurden, sind die Ergebnisse ebenso wenig
durch die Erkrankungsverteilung wie durch das
Patientenalter oder die Komorbiditäten zu erklären.
|
-
Gazelle
GS et al. Utilization of diagnostic medical
imaging: Comparison of radiologist referral
versus same-specialty referral. Radiology 2007
Nov; 245:517.
|
|
|
|
| Schlüsselwörter:
Selbstüberweisung, bildgebende Verfahren, Computer Tomographie, CT,
NMR, Magnetresonanztomographie, Röntgen, Selbst, überweisung,
Radiologe, Radiologie, Ultraschall-Untersuchung,
Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
|
|
|
|
|
| |
|