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Bluttransfusion: Transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI) bei schwerkranken Patienten, 2008

Schlüsselwörter: Transfusion, Transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz, TRALI, Bluttransfusion, Blut, Erythrozytenkonzentrat, Hämoblobin, EK, blutarmut, Anämie, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Aktuelle Studie: Bei schwerkranken Patienten kommt bluttransfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI) relativ häufig vor. Anscheinend sind sowohl patienten- als auch transfusionsbezogene Risikofaktoren bestimmen die Wahrscheinlichkeit einer TRALI nach Bluttransfusion: Beispielsweise haben Patienten mit bestimmten Diagnosen wie Sepsis, die von weiblichen Spendern Bluttransfusion erhalten, ein höheres Risiko für TRALI. Bevor jedoch anhand dieser Daten entsprechende Strategien (keine Bluttransfusion von weiblichen Spendern bei Schwerkranken) entwickelt werden, müssten die Ergebnisse der aktuellen Studie (1) in prospektiven Studien reproduziert werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz bei Patienten mit instabilem Zustand: prospektive „nested“-Fallkontrollstudie.

HINTERGRUND: Die Transfusionsassoziierte Lungeninsuffizienz (TRALI), eine akute Lungeninsuffizienz (ALI) innerhalb von sechs Stunden nach Transfusion, gilt als häufigste transfusionsassoziierte Todesursache. Als Risikofaktoren der TRALI wurden mehrere Transfusionsmerkmale postuliert, deren Evidenz aber lediglich aus retrospektiven Studien abgeleitet wurde.

ZIELE: Patienten- und transfusionsbezogene Risikofaktoren sollten bei Patienten mit und ohne ALI verglichen werden.  

METHODEN: In dieser prospektiven Kohortenstudie wurden aufeinander folgende Patienten mit instabilem Zustand nach Transfusion hinsichtlich der Entwicklung einer ALI eng beobachtet. Von den zur Transfusion eingesetzten Blutkonserven wurden Proben genommen. Die Risikofaktoren von Transfusionspatienten mit ALI und transfundierten Kontrollpatienten wurden verglichen. Die Patienten wurden auf Alter, Geschlecht und Einweisungsdiagnose abgeglichen.

MESSUNGEN UND HAUPTERGEBNISSE: 74 von 901 transfundierten Patienten erlitten innerhalb von sechs Stunden nach Transfusion eine ALI (8%). Im Vergleich zu  transfundierten Kontrollpatienten entwickelten ALI-Patienten häufiger eine Sepsis (37% versus 22%, p = 0,016) oder hatten eine Vorgeschichte mit chronischem Alkoholabusus (37% versus 18%, p = 0,006). Abgeglichen auf Patientencharakteristika ergaben sich folgende Assoziationen zwischen ALI und spenderbezogenen Gegebenheiten: Plasmatransfusion von weiblichen Spendern (Odds Ratio[OR] 5,09; 95%-Konfidenzintervall [95%-KI] 1,37-18,85) versus männlichen Spendern (OR 1,60; 95%-KI 0,76 - 3,37), Anzahl von Schwangerschaften der Spenderinnen (OR 1,19; 95%-KI, 1,05 – 1,34), Anzahl von Blutkonserven positiv für Anti-Granulocyten-Antikörper (OR 4,85; 95%-KI 1,32-17,86) oder Anti-HLA-Klasse-II-Antikörper (OR 3,08; 95%-KI 1,15-8,25) sowie die Lysophosphatidylcholin-Konzentration im gespendeten Blutprodukt (OR 1,69; 95%-KI 1,10 – 2,59).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Sowohl patienten- als auch transfusionsbezogene Risikofaktoren bestimmen die Wahrscheinlichkeit von ALI nach Transfusion. Transfusionsfaktoren bieten interessante Angriffspunkte zur Prävention von ALI.  

  1. Gajic O et al. Transfusion-related acute lung injury in the critically ill: Prospective nested case-control study. Am J Respir Crit Care Med 2007 Nov 1; 176:886

 

 

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Stand: 25. Mai 2013