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Nebennieren-Raumforderung (Inzidentalom): Wann ist eine diagnostische Abklärung notwendig? 2008

Schlüsselwörter: Tumor, Inzidentalom, Nebennieren-Raumforderung, Nebenniere, Tumor, CT, operation, Ind: Diagnose, Sonographie, Incidentalom, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Inzidentalom: Zufällig durch Bildgebung (CT, Sonographie) entdeckte nicht hormonproduzierender Tumor der Nebenniere oder der Hypophyse

Aktuelle Studie (1): Patienten mit bekanntem bösartigem Tumor, mit hormonaktiven Tumoren und Patienten wurden von der Studie ausgeschlossen. Patienten, deren Läsionen niedrige Dichte (<10 Hounsfield units) als Zeichen der Benignität, oder Strukturveränderungen (Heterogene Läsionstruktur, irreguläre Läsionränder) als Zeichen der Malignität  aufwiesen,  wurden ebenfalls von der Studie ausgeschlossen.

Die bleibenden Patienten mit Nebennierentumor unklarer Genese (Größe 0,5cm bsi 6,0cm; mittlere Größe 2,1cm) bildeten ca. 10% der ursprünglichen Patientenkollektiv mit Nebennierentumoren. Bei keinem dieser Patienten wurde primärer oder sekundärer maligner Nebennierentumor diagnostiziert. In 3 Fällen wurden hormonproduzierende Tumore (2x Phächromozytom, 1x kortisonproduzierender Adenom) festgestellt. Die Autoren zogen die folgende Schlussfolgerung: Nachfolgeuntersuchungen mit Bildgebung bei zufällig entdeckten Raumforderungen der Nebennieren scheint in dieser Patientenkohorte mit Nebennierentumoren unklarer Genese nur eine begrenzte Rolle spielen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Zufällig im CT entdeckte unklare Raumforderung der Nebennieren (> 10 H) bei Patienten ohne Krebs: Ist weitere Bildgebung notwendig? Nachfolgeuntersuchungen von 321 konsekutiven unklaren Raumforderungen der Nebennieren.
ZIEL: Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, ob weitere Nachfolgeuntersuchungen mit Bildgebung bei zufällig im CT entdeckten unklaren Läsionen der Nebennieren (> 10 H) notwendig sind bei Patienten mit nicht bekannten Malignomen.

MATERIAL UND METHODEN: Per Computer wurden im Zeitraum Januar 2000 bis Dezember 2003 CT-Berichte zu Patienten mit zufällig entdeckten unklaren aber gutartig erscheinenden Läsionen der Nebennieren identifiziert. Diese hatten keine bekannten Malignome und keinen klinischen Verdacht auf eine Überfunktion durch die Raumforderungen der Nebennieren. Patienten mit Raumforderungen der Nebennieren im initialen CT oder heterogene Raumforderungen wurden ausgeschlossen. 290 Patienten mit 321 Läsionen erfüllten die Studienkriterien. Jede Läsion wurde als gutartig oder maligne identifiziert basierend auf entweder ihrer Histopathologie, ihrer Erscheinung in der Bildgebung, basierend auf ihrer unveränderten Ausdehnung über 1 Jahr (Bildgebung) oder ihrer Stabilität/Nichtprogression unter klinischer Beobachtung über 2 Jahre.

ERGEBNISSE: Von den 321 Läsionen waren 318 Raumforderungen (99,1%) erwiesenermassen gutartig und klinisch nicht relevant. Es handelte sich im einzelnen um 3 (0,9%) histologisch bestätigte Adenome, 198 (61,7%) Adenome charakterisiert mittels diagnostischer Bildgebung, 5 (1,6%) andere gutartige Läsionen, 71 (22,1%) Raumforderungen, die unter laufender Bildgebung unverändert blieben sowie 41 (12,8%) Raumforderungen, die klinisch stabil blieben. Es gab 3 (0,9%) klinisch unauffällige funktionell aktive Raumforderungen: 1 cortisolproduzierendes Adenom und 2 Phäochromocytome. Es gab keine metastatisch bedingten Läsionen der Nebennieren, auch nicht unter den 13 Patienten, die nachfolgend ein Malignom anderer Lokalisation entwickelten.

SCHLUSSFOLGERUNG: Alle zufällig entdeckten unklaren Läsionen der Nebennieren mit einer CT-Abschwächung von > 10 H waren gutartig bei Patienten mit keinerlei bekannten Malignomen. Nachfolgeuntersuchungen mit Bildgebung bei zufällig entdeckten Raumforderungen der Nebennieren scheint in dieser Patientenkohorte nur eine begrenzte Rolle zu spielen.

  1. Song JH et al. The incidental indeterminate adrenal mass on CT (> 10 H) in patients without cancer: Is further imaging necessary? Follow-up of 321 consecutive indeterminate adrenal masses. AJR Am J Roentgenol 2007 Nov; 189:1119

 

 

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Stand: 25. Mai 2013