Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Schwere Trauma-Frakturen und Osteoporose als Risiko, 2007

Schlüsselwörter: Unfallchirurgie, Knochenbruch, Fall, Sturz, Operation, Unfallchirurgie, Knochenschwund, Knochendichte, Chirurgie, Autounfall, Sturz, Knochen, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Insgesamt wird es angenommen, dass Osteoporose das Risiko von niedrigen Trauma-Frakturen („low trauma“: Stürze von niedriger Höhe) erhöht, jedoch nicht von schweren Trauma-Frakturen („high trauma“: Stürze aus großer Höhe, Autounfälle). Eine aktuelle Studie (1) überprüfte diese These, und kam zu der Schlussfolgerung, dass Osteoporose ein Risikofaktor sowohl für schwere als auch für niedrige Trauma-Frakturen bildet.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

„high-trauma“ Frakturen (Frakturen nach einem angemessenen Unfallereignis) und niedrige Knochendichte bei älteren Frauen und Männern 

Frakturen nach einem angemessen Unfallereignis („high-trauma fractures“) sind definiert als solche, die zum Beispiel nach einem Autounfall oder nach Stürzen aus einer Höhe, die größer ist als die Standhöhe, verursacht werden. Frakturen nach einem nicht angemessen Unfallereignis („low-trauma fractures“) sind solche, die sich durch Stürze aus geringerer Höhe als die Standhöhe bzw. weniger schweren Traumen ergeben.  

Es wird gemeinhin angenommen, dass Frakturen nach einem angemessenen Unfallereignis („high-trauma fractures“) nicht osteoporotischer Natur sind. Diese Annahme wurde jedoch noch nicht prospektiv untersucht. Das Ziel der Studie im JAMA war, die Zusammenhänge zwischen Knochendichte und „high-trauma“-Frakturen sowie zwischen „high-trauma“-Frakturen und nachfolgender Fraktur bei älteren Frauen und Männern zu untersuchen.    

Dafür wurden zwei prospektive US-Kohortenstudien bei Erwachsenen, die in Gemeinschaften unterschiedlicher geografischer Herkunft lebten und mindestens 65 Jahre alt waren, ausgewertet: Die „Study of Osteoporotic Fractures“ mit einem Nachbeobachtungszeitraum von 9,1 Jahren (1988-2006) bei 8022 Frauen und die „Osteoporotic Fractures in Men“-Studie mit einem Nachbeobachtungszeitraum von 5,1 Jahren bei 5995 Männern.  

Die primären Zielparameter waren die Knochendichte der Hüfte und der Wirbelsäule, die mit Hilfe der Dualen Röntgenabsorptiometrie (DXA) gemessen wurden. Zufällig gefundene Frakturen, die nicht die Wirbelsäule betrafen, wurden mittels Röntgenbefund bestätigt. Die Frakturen wurden zunächst ohne Kenntnis der Knochendichte klassifiziert und entweder als „high-trauma“-Fraktur oder als „low-trauma“-Fraktur eingeteilt.  

Ergebnisse: Insgesamt erlitten 264 Frauen und 94 Männer eine initiale „high-trauma“-Fraktur sowie 3211 Frauen und 346 Männer eine initiale „low-trauma“-Fraktur. Bei Frauen war jede Reduktion der Hüft-Knochendichte um - 1SD (Standardabweichung) mit einem erhöhten Risiko einer „high-trauma“-Fraktur sowie einer „low-trauma“-Fraktur assoziiert. Die Ergebnisse waren bei den Männern übereinstimmend. Das Risiko einer nachfolgenden Fraktur war 34% höher bei den Frauen mit einer initialen „high-trauma“- Fraktur und 31% höher bei den Frauen mit einer initialen „low-trauma“-Fraktur verglichen mit Frauen, die weder eine „high-trauma“- noch eine „low-trauma“-Fraktur erlitten hatten. Das Risiko für eine nachfolgende Fraktur bei Männern wurde nicht untersucht.  

Schlussfolgerungen: Ähnlich wie die „low-trauma“-Frakturen, die nicht die Wirbelsäule betreffen, sind die „high-trauma“-Frakturen (nicht die Wirbelsäule betreffend) bei älteren Erwachsenen assoziiert mit einer niedrigen Knochendichte und einem erhöhten Risiko einer nachfolgenden Fraktur. „High-trauma“-Frakturen (nicht die Wirbelsäule betreffend), sollten daher in Osteoporose-Studien und Beobachtungsstudien als Zielgrößen eingeschlossen werden.       

  1. Mackey DC et al. High-trauma fractures and low bone mineral density in older women and men. JAMA 2007 Nov 28; 298:2381

 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013