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„high-trauma“
Frakturen (Frakturen nach einem angemessenen
Unfallereignis) und niedrige Knochendichte bei älteren
Frauen und Männern
Frakturen
nach einem angemessen Unfallereignis („high-trauma
fractures“) sind definiert als solche, die zum
Beispiel nach einem Autounfall oder nach Stürzen
aus einer Höhe, die größer ist als die Standhöhe,
verursacht werden. Frakturen nach einem nicht
angemessen Unfallereignis („low-trauma fractures“)
sind solche, die sich durch Stürze aus geringerer Höhe
als die Standhöhe bzw. weniger schweren Traumen
ergeben.
Es
wird gemeinhin angenommen, dass Frakturen nach einem
angemessenen Unfallereignis („high-trauma
fractures“) nicht osteoporotischer Natur sind.
Diese Annahme wurde jedoch noch nicht prospektiv
untersucht. Das Ziel der Studie im JAMA war, die
Zusammenhänge zwischen Knochendichte und „high-trauma“-Frakturen
sowie zwischen „high-trauma“-Frakturen und
nachfolgender Fraktur bei älteren Frauen und Männern
zu untersuchen.
Dafür
wurden zwei prospektive US-Kohortenstudien bei
Erwachsenen, die in Gemeinschaften unterschiedlicher
geografischer Herkunft lebten und mindestens 65
Jahre alt waren, ausgewertet: Die „Study of
Osteoporotic Fractures“ mit einem
Nachbeobachtungszeitraum von 9,1 Jahren (1988-2006)
bei 8022 Frauen und die „Osteoporotic Fractures in
Men“-Studie mit einem Nachbeobachtungszeitraum von
5,1 Jahren bei 5995 Männern.
Die
primären Zielparameter waren die Knochendichte der
Hüfte und der Wirbelsäule, die mit Hilfe der
Dualen Röntgenabsorptiometrie (DXA) gemessen
wurden. Zufällig gefundene Frakturen, die nicht die
Wirbelsäule betrafen, wurden mittels Röntgenbefund
bestätigt. Die Frakturen wurden zunächst ohne
Kenntnis der Knochendichte klassifiziert und
entweder als „high-trauma“-Fraktur oder als „low-trauma“-Fraktur
eingeteilt.
Ergebnisse:
Insgesamt
erlitten 264 Frauen und 94 Männer eine initiale „high-trauma“-Fraktur
sowie 3211 Frauen und 346 Männer eine initiale „low-trauma“-Fraktur.
Bei Frauen war jede Reduktion der Hüft-Knochendichte
um - 1SD (Standardabweichung) mit einem erhöhten
Risiko einer „high-trauma“-Fraktur sowie einer
„low-trauma“-Fraktur assoziiert. Die Ergebnisse
waren bei den Männern übereinstimmend. Das Risiko
einer nachfolgenden Fraktur war 34% höher bei den
Frauen mit einer initialen „high-trauma“-
Fraktur und 31% höher bei den Frauen mit einer
initialen „low-trauma“-Fraktur verglichen mit
Frauen, die weder eine „high-trauma“- noch eine
„low-trauma“-Fraktur erlitten hatten. Das Risiko
für eine nachfolgende Fraktur bei Männern wurde
nicht untersucht.
Schlussfolgerungen:
Ähnlich
wie die „low-trauma“-Frakturen, die nicht die
Wirbelsäule betreffen, sind die „high-trauma“-Frakturen
(nicht die Wirbelsäule betreffend) bei älteren
Erwachsenen assoziiert mit einer niedrigen
Knochendichte und einem erhöhten Risiko einer
nachfolgenden Fraktur. „High-trauma“-Frakturen
(nicht die Wirbelsäule betreffend), sollten daher
in Osteoporose-Studien und Beobachtungsstudien als
Zielgrößen eingeschlossen werden.
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