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HINTERGRUND:
Hühnereiweißallergie ist sehr verbreitet,
betroffen ist 1% bis 2% der Kinder. Es wird
allgemein angenommen, dass die Mehrheit der Kinder
mit Hühnereiweißallergie eine Toleranz in der frühen
Kindheit entwickelt. Allerdings ist dies in einer größeren
Kohorte mit Hühnereiweißallergie noch nicht
untersucht worden.
ZIEL:
In dieser Studie sollte der Anteil der Kinder mit Hühnereiweißallergie
bestimmt werden, die eine Hühnereiweißtoleranz
entwickelt. Es sollten Prädiktoren der
Toleranzwentwicklung identifiziert werden.
METHODEN:
Dies ist eine retrospektive Durchsicht von
Krankenakten von Patienten mit Hühnereiweißallergie
in einer tertiären Einweisungsklinik. Patienten
hatten eine Toleranz entwickelt, wenn sie Hühnereikonzentrat
wieder vertrugen.
ERGEBNISSE:
Eine Kaplan-Meier-Analyse sagte das Verschwinden der
Hühnereiweißallergie bei 4% der Patienten im Alter
von 4 Jahren, 12% im Alter von 6 Jahren, 37% im
Alter von 10 Jahren und 68% im Alter von 16 Jahren
voraus. Patienten mit persistierender Hühnereiweißallergie
hatten höhere Hühnereiweiß-IgE-Werte in jeder
Altersgruppe bis 18 Jahre. Der höchste gemessen Hühnereiweiß-IgE-Wert,
das Vorhandensein anderer atopischer Erkrankungen
oder Lebensmittelallergien waren signifikant mit der
Persistenz der Hühnereiweißallergie assoziiert.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Die Mehrheit der Patienten mit Hühnereiweißallergie
werden eine Hühnereiweißtoleranz entwickeln,
obwohl die Häufigkeit der Toleranzentwicklung
geringer ist als bislang beschrieben. Hühnereiweiß-IgE
hat einen Vorhersagewert über das medizinische
Ergebnis der Allergie und sollte bei der Beratung
der Patienten über deren Prognose miteinbezogen
werden.
KLINISCHE
BEDEUTUNG: Die meisten Patienten mit Hühnereiweißallergie
entwickeln mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Hühnereiweißtoleranz
in der späten Kindheit. Eine Ausnahme sind
diejenigen Patienten mit einem Hühnereiweiß-IgE
größer als 50 kU/L, welche wahrscheinlich keine Hühnereiweißtoleranz
entwickeln.
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