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TIA:
Inzidenz und Prognose transienter neurologischer Attacken, 2008
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TNA, outcome, prognose, nichtfokal, fokal, Transitorische
ischämische Attacke, EXPRESS-Studie, TIA, Akutbehandlung,
Nachbetreuung, Stroke Unit, Schlaganfall, Apoplex, Stroke units, Krankheit, Studie,
Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Die
transitorische ischämische Attacke (TIA) geht häufig
mit vorübergehenden fokalen Symptomen (wie
Hemiparese, Sprachstörung oder Sehstörung)
einher. Eine fokale TIA ist oft Vorbote eines
Schlaganfalls und ist mit einem hohen
Schlaganfallrisiko assoziiert (bis zu 10% in den nächsten
drei Monaten). Manche Patienten mit TIA entwickeln
jedoch nicht-fokale Symptome (wie Bewusstseinsstörung,
Gedächtnisstörung oder
Schwindel). Eine aktuelle Studie in „Chest“
untersuchte das Vorkommen und Prognose der
nicht-fokalen TIA bei Patienten ohne eine
Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder Demenzanamnese. Die
Studiendaten ergaben, dass das Schlaganfallrisiko
bei fokaler und nicht-fokaler TIA annähernd ähnlich
ist.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Inzidenz
und Prognose transienter neurologischer Attacken
Transiente
neurologische Attacken (TNAs) sind Attacken mit vorübergehenden
(< 24 Stunden andauernden) neurologischen
Symptomen. Diese Symptome können fokal, nichtfokal
oder eine Mischung aus beidem sein. Die
prognostische Bedeutung von TNAs mit fokalen
Symptomen (besser bekannt unter der Bezeichnung
transiente ischämische Attacken (TIAs)) ist
wohlbekannt. Dagegen ist die prognostische Bedeutung
von TNAs mit nichtfokalen oder gemischten Symptomen
nahezu unbekannt.
Das
Ziel der Studie im JAMA war es, die Inzidenz und
Prognose von fokalen TNAs (oder TIAs), nicht fokalen
TNAs und gemischten TNAs zu untersuchen. Die
Studienpopulation beinhaltete 6062 Bewohner einer
Gemeinschaft und Teilnehmer an der Rotterdam Studie,
die 55 Jahre und älter waren und vor
Behandlungsbeginn (1990 bis 1993) noch nie einen
Schlaganfall oder einen Herzinfarkt hatten und nicht
unter einer Demenz litten. Sie wurden bezüglich
auftretender Ereignisse bis zum 1. Januar 2005
nachbeobachtet. Es wurden die Zusammenhänge
zwischen auftretenden TNAs und nachfolgenden unerwünschten
Ereignissen mit Alters –und Geschlechtsangepassten
COX-Regressionsmodellen analysiert. Der primäre
Zielparameter war Schlaganfall, ischämische
Herzerkrankung oder Demenz.
Innerhalb
von 60535 Personenjahren entwickelten 548 Teilnehmer
eine TNA (282 fokal, 228 nichtfokal und 38
gemischt). Die Inzidenzrate pro 1000 Personenjahre
betrug 4,7 für eine fokale TNA, 3,8 für eine
nichtfokale TNA und 0,6 für eine gemischte TNA.
Teilnehmer mit einer fokalen TNA hatten ein höheres
Risiko einen nachfolgenden Schlaganfall zu erleiden
als Teilnehmer ohne TNA, das Risiko für eine ischämische
Herzerkrankung und eine Demenz war jedoch gleich
hoch. Patienten mit einer nichtfokalen TNA hatten
ein höheres Risiko für einen Schlaganfall und eine
Demenz verglichen mit den Teilnehmern ohne TNA.
Patienten mit einer gemischten TNA hatten ein höheres
Schlaganfallrisiko sowie ein höheres Risiko für
eine ischämische Herzerkrankung, für den Todesfall
aus vaskulärer Ursache und für eine Demenz.
Fazit:
Patienten, die eine nichtfokale TNA erleiden,
insbesondere diejenigen mit einer gemischten TNA,
haben ein größeres Risiko schwere Gefäßerkrankungen
oder eine Demenz zu entwickeln als Personen ohne TNA.
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-
Bos
MJ et al. Incidence and prognosis of transient
neurological attacks. JAMA 2007 Dec 26; 298:2877.
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