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Kortikosteroide bei septischem Schock: keine Vorteile, 2008

Schlüsselwörter: Prednison, Prednisolon, Sepsis, Infektion, Septischer Schock, Cortison, Kortikosteroide, Kortison, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Kortikosteroide besserten bei Erwachsenen mit septischem Schock die Prognose nicht 

Studie (1): Hydrocortison-Therapie bei septischem Schock

HINTERGRUND: Hydrocortison wird häufig bei Patienten mit septischem Schock eingesetzt. Ein Überlebensvorteil ist allerdings nur für Patienten beschrieben, die nach Flüssigkeitssubstitution sowie Einsatz von Vasopressor zur Kreislaufunterstützung hypoton blieben und deren Plasma-Cortisonspiegel nach Corticotropin-Gabe nicht adäquat anstieg.

METHODEN: Randomisierte, placebokontrollierte, Doppelblind- Multicenterstudie mit 251 Verum-Patienten und 248 Placebo-Patienten. Den Verum-Patienten wurde 5 Tage lang alle 6 Stunden intravenös Hydrocortison (50 mg) verabreicht, den Kontrollpatienten entsprechend Placebo. Während der anschließenden 6 Tage wurde die Dosis ausgeschlichen. Als primärer Outcome wurde nach 28 Tagen das Versterben der Patienten bestimmt, die auf einen Corticotropin-Test nicht reagiert hatten.

ERGEBNISSE: Von den 499 Patienten der Studie zeigten 233 (46,7 %) keine Reaktion auf Corticotropin (125 in der Hydrocortisongruppe und 108 in der Placebogruppe). Nach 28 Tagen ergab sich kein signifikanter Unterschied in der Mortalität zwischen den Patienten der zwei Gruppen ohne Reaktion auf Corticotropin (39,2% in der  Hydrocortisongruppe und 36,1% in der Placebogruppe, p = 0,69). Ebenfalls ergab sich kein Unterschied bei den Patienten mit Reaktion auf Corticotropin (28,8% in der Hydrocortisongruppe und 28,7% in der Placebogruppe, p = 1,00). Nach 28 Tagen waren 86 von 251 Patienten in der Hydrocortisongruppe verstorben (34,3%) und 78 von 248 Patienten in der Placebogruppe (31,5%) (p = 0,51). In der Hydrocortisongruppe wurde der septische Schock schneller als in der Placebogruppe beherrscht. Allerdings traten hier vermehrt Superinfektionen auf, zum Teil mit erneuter Sepsis und septischem Schock.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei Patienten mit septischem Schock konnte durch Hydrocortison weder die Rate des Überlebens noch des Behebens eines Schockzustandes verbessert werden. Dies gilt sowohl bei Betrachtung der gesamten Studienpopulation als auch bei Betrachtung der Patienten ohne Reaktion auf Corticotropin. Wenn ein Schock behoben werden konnte, erfolgte dies allerdings unter Hydrocortison schneller.

  1. Sprung CL et al. Hydrocortisone therapy for patients with septic shock. N Engl J Med 2008 Jan 10; 358:111.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013