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Metaanalyse:
Vitamin-D-Substitution bei chronischer Nierenerkrankung, 2008
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1-Hydroxyvitamin D3, Calcitriol, Rocaltrol, Vitamine, Vitamin
D, Anämie, chronische Nierenerkrankung, Niereninsuffienz, Dialyse,
Niere, Knochenschwund, Osteoporose, PTH-Spiegel, Parathormon, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. |
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Bei
Patienten mit chronischer Niereninsuffienz kommt es
häufig zu einer sekundären Hyperparathyreodismus
mit erhöhtem Parathormon-Spiegel und Auswirkungen
auf den Calcium-Stoffwechsel mit Osteoporose. Um
eine renalen Osteophathie zu behandeln werden häufig
aktive Metaboliten vom Vitamin-D (wie 1- -Hydroxyvitamin
D3, Calcitriol) eingesetzt, da die Umwandlung von
Vitamin D in seine aktive Form in den Nieren gestört
ist.. Eine aktuelle Studie (1) untersuchte die
Wirksamkeit dieser kostenintensiven Vorgehensweise,
und kommt zu der Schlussfolgerung, dass der
klinische Nutzen einer Vitamin-D-Behandlung bei
Patienten mit chronischer Nierenerkrankung unklar
ist.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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HINTERGRUND:
Vitamin-D-Präparate werden häufig zur Prävention
und Behandlung eines sekundären
Hyperparathyroidismus eingesetzt.
ZIEL:
Untersucht wurde, ob die biochemischen Marker
des Mineralstoffhaushaltes sowie das Auftreten
kardiovaskulärer Ergebnisse und die Sterblichkeit
bei chronischer Nierenerkrankung durch eine
Vitamin-D-Therapie verbessert werden. DATENQUELLEN:
Die Literatursuche erfolgte ohne Sprachenbeschränkung
in MEDLINE (Januar 1966 bis Juli 2007), EMBASE
(Januar 1980 bis Juli 2007) und Cochrane Databases.
STUDIENAUSWAHL: Randomisierte kontrollierte Studien
zur Gabe von Vitamin D bei chronischer
Nierenerkrankung wurden ermittelt. DATENAUSWAHL: Die
Auswahl der Daten erfolgte durch zwei Autoren unabhängig
voneinander.
DATENZUSAMMENFASSUNG:
76 Studien wurden ausgewählt und 3667 Teilnehmer
eingeschlossen. Sterblichkeitsrisiko,
Knochenschmerzen, Gefäßverkalkung und
Parathyroidektomie wurden durch Vitamin-D-Gabe nicht
verringert. Verglichen mit Placebo war die Gabe von
etablierten Vitamin-D-Sterol-Verbindungen mit einem
gesteigerten Risiko für Hyperkalzämie (relatives
Risiko 2,37 [95% KI 1,16 bis 4,85]) und
Hyperphosphatämie (relatives Risiko 1,77 [KI 1,15
bis 2,74]) assoziiert. Der Parathormon-Spiegel (PTH)
wurde nicht konsistent gesenkt. Neu entwickelte
Vitamin-D-Analoga waren im Vergleich zu Placebo mit
Hyperkalzämie assoziiert (relatives Risiko 5,15 [KI
1,06 bis 24,97]), nicht aber mit Hyperphosphatämie;
die PTH-Spiegel waren reduziert (gewichtete mittlere
Differenz -10,77 pmol/l [KI -20,51 bis -1,03
pmol/l]). In der PTH-Suppression erwies sich die
intravenöse Verabreichung von Vitamin D der oralen
Gabe überlegen. Allerdings wurden intravenös höhere
Dosen eingesetzt. EINSCHRÄNKUNGEN: Nur wenige
Studien berichteten über patientenorientierte
Ergebnisse, einschließlich Mortalität (8 von 76
Studien). Lediglich in 5 Studien wurden neuere mit
etablierten Vitamin-D-Präparaten verglichen. Die
Heterogenität einiger Vergleiche blieb auch nach
Metaregressionsanalysen bestehen.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Die Gabe von Vitamin D bewirkt keine konsistente
Reduktion des PTH-Spiegels. Patientenorientierte
Vorteile sind nicht belegt. Der Nutzen einer
Vitamin-D-Behandlung bei Patienten mit chronischer
Nierenerkrankung bleibt unklar.
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Palmer
SC et al. Meta-analysis: Vitamin D compounds in
chronic kidney disease. Ann Intern Med 2007 Dec
18; 147:840.
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