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USA - Patientenversorgung: Hospitalist (Krankenhausarzt) vs. Internisten und Hausärzte - Kosteneffektivität, 2008 - 2011

Schlüsselwörter: Krankenhaus, Patienten, Versorgung, USA, Facharzt, Patientenversorgung, Hospitalist, Krankenhausarzt, Hausarzt, Internist, ambulant, stationär, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Wir hatten die NEJM-Studie unten 2008 rezensiert. Inzwischen ist 2011 eine aktuelle Studie in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine erschienen (1), die die Kosteneffektivität der Hospitalists in den USA untersuchte. Die retrospektive Studie kommt zu der Schlussfolgerung, dass Hospitalist-Patientversorgung im Krankenhaus insgesamt zu einer Erhöhung der Kosten, und mehr Anspruchnahme von ambulanten medizinischen Leistungen nach der Entlassung führt.

  1. KuoY-F and Goodwin JS. Association of hospitalist care with medical utilization after discharge: Evidence of cost shift from a cohort study. Ann Intern Med 2011 Aug 2; 155:152.

NEJM-Studie (1) 2008

In den USA sind die  ambulante und stationäre Versorgung eng verzahnt, und nicht so strikt getrennt wie in Deutschland. Dort  können niedergelassene Ärzte ihre Patienten auch im Krankenhaus weiter behandeln und umgekehrt dürfen die Krankenhäuser ambulante Leistungen erbringen. 

In den letzten Jahren wurde in den USA mit „Hospitalist“ ein neuer „Facharzt“ eingeführt, der nur im Krankenhaus arbeitet und die Patienten nicht ambulant therapiert. Sozusagen ein Krankenhausarzt. Nach anfänglichen Irritationen scheint dieses System sich zu etablieren. Die sogenannte „Hospitalist Movement“ ist eine der schnellsten wachsenden Branchen in den USA. Inzwischen arbeiten dort fast 20.000 Ärzte als Hospitalist.

Eine retrospektive Studie verglich die Arbeit von Krankenhausärzten mit der von niedergelassenen Ärzten (Internisten und Hausärzte) und untersuchte die Patienten-Outcomes bei verschiedenen Konstellationen und Krankheiten (Anmerkung-Medknowledge: wir gehen von Patienten aus, die im Krankenhaus von Hospitalists oder von niedergelassenen Ärzten betreut wurden).

Die Studie analysierte Daten von 76,926 Patienten, die mit den Diagnosen Pneumonie, Herzinsuffienz, Brustschmerzen, Harnwegsinfektion, Schlaganfall, akute Exazerbation einer COPD oder akuter Herzinfarkt von 45 US-Krankenhäusern entlassen waren. Verglichen mit den Internisten hatten die Patienten der Hospitalists eine Verkürzung der Liegedauer im Krankenhaus (5.2 vs. 4.7 Tage)  mit Kostensenkung (ca. US$268 pro Fall). Mortalitäts- und Wiederaufnahmeraten waren in beiden Gruppen ähnlich. Im Vergleich zu Hausärzten kam es bei Hospitalists-Patienten ebenfalls zu einer Liegedauerverkürzung (5.2 vs. 4.8 Tage); die Kosten, Mortalitäts- und Wiederaufnahmeraten waren jedoch in beiden Gruppen ähnlich. 

Fazit: Diese Studie zeigt, dass Hospitalist-Modell mit einer Verkürzung der Liegedauer im Krankenhaus ohne eine negative Wirkung auf die Mortalitäts- oder Wiederaufnahmeraten zu haben. Versorgung durch Hospitalists war im Vergleich zum Internisten-Modell mit einer mäßigen Verringerung der Behandlungskosten assoziiert. Man kann festhalten, dass die Ergebnisse der Studie das neu eingeführte Hospitalist-Modell in den USA validiert.

Medknowledge-Anmerkung: 

Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für Deutschland? Wir haben ja hier das Hospitalist-Modell  (Versorgung durch Krankenhausärzte) im Felsenformat (:-) sowieso. Was hierzu Lande fehlt ist die Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung: niedergelassene Ärzte behandeln ihre Patienten auch im Krankenhaus weiter und die Krankenhäuser erbringen Leistungen im ambulanten Bereich. Dieses würde zum einen eine gewisse Kontinuität zwischen den beiden Versorgungsformen gewährleisten. Und  zum anderen würden verschiedene Modelle für Vergleichbarkeit, Transparenz und Konkurrenz sorgen.   

  1. Lindenauer PK et al. Outcomes of care by hospitalists, general internists, and family physicians. N Engl J Med 2007 Dec 20; 357:2589

  2. USA/Krankenhäuser: „Hospitalist Movement“

 

 

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Stand: 25. Mai 2013