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Ist der Neuraminidasehemmer Oseltamivir (Tamiflu®) bei lebensgefährlicher Grippe wirksam? 2008

Schlüsselwörter: Mortalität, Sterblichkeit, alte Patienten, Krankenhaus, Tod, Oseltamivir, Tamiflu, Vogelgrippe, Neuraminidasehemmer, schwere Grippe, Influenza-A- und -B-Viren, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Das orale Oseltamivir (Tamiflu®) wurde 2002 auch in EU als  erster perorale Neuraminidase-Hemmer zur Influenza-Therapie bei Erwachsenen und Kindern sowie zur Prophylaxe bei Jugendlichen und Erwachsenen zugelassen. Bisher wurde Oseltamivir (Tamiflu®)  vor allem bei ambulanten Patienten eingesetzt. Eine aktuelle Studie (1) untersuchte die Wirkung von Oseltamivir (Tamiflu®) bei Patienten mit schwerer Grippe (Erreger Influenza-Viren) und kommt zu der Schlussfolgerung, dass Oseltamivir (Tamiflu®) auch die Grippe-Mortalität bei stationären Patienten reduziert.

Antivirale Behandlung und Behandlungserfolg bei Grippe, die Krankenhauseinweisungen in Ontario, Canada erforderlich machte.

HINTERGRUND: In einer prospektiven Kohorten-Studie wurde der Einfluß einer antiviralen Behandlung auf den Behandlungserfolg bei Patienten untersucht, die wegen Grippe in Südontario, Canada hospitalisiert wurden.

METHODEN: Die in eines der Krankenhäuser des “Toronto Invasive Bacterial Diseases Network” vom 1. Januar 2005 bis 31. Mai 2006 wegen Grippe aufgenommenen Patienten (Diagnose mittels Laborwert gesichert) wurden in diese Studie eingeschlossen. Demographische und medizinische Daten wurden mittels Patientenbefragung, per Arztinterview und Krankenakte erhoben. Der Hauptendpunkt war Tod binnen 15 Tagen nach Einsetzen der Symptome.

ERGEBNISSE: Es waren Daten von 512 der 541 in Frage kommenden Patienten verfügbar. Von 185 Kindern (<15 Jahre alt) war niemand gestorben und kein Kind wurde mit antiviralen Medikamenten behandelt. Das Alter der 327 Erwachsenen war im Median 77 Jahre (Bereich, 15-98 Jahre). 166 (51%) waren Männer, 245 (75%) hatten eine chronische Grunderkrankung und 216 (71%) waren gegen Grippe geimpft worden. Von den 327 erwachsenen Patienten kamen 184 (59%) binnen 48 h nach dem Einsetzen der Symptome in die Notaufnahme, 52 (16%) benötigten intensivmedizinische Versorgung und 27 (8.3%) starben innerhalb von 15 Tagen nach Einsetzen der Symptome. Die meisten Patienten (292; 89%) bekamen eine antibakterielle Behandlung; 106 (32%) wurden antivirale Medikamente verschrieben. Die Behandlung mit antivirale Medikamenten mit Wirkung gegen Grippe war mit einer signifikanten Reduktion der Mortalität assoziiert (odds ratio, 0,21; 95% Konfidenzintervall, 0,06-0,80; n=100, 260). Die antivirale Behandlung hatte keinen Einfluß auf die Krankenhausaufenthaltsdauer der Überlebenden.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Es gibt einen signifikanten Leidensdruck durch Grippe in dieser gut durchimpften Population. Die Behandlung mit antiviralen Medikamenten war mit einer signifikanten Reduktion der Mortalität assoziiert.

  1. McGeer A et al. Antiviral therapy and outcomes of influenza requiring hospitalization in Ontario , Canada . Clin Infect Dis 2007 Dec 15; 45:1568.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013