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Intensivierte Insulintherapie bei schwerer Sepsis, 2008

Schlüsselwörter: Diabetes Mellitus insulinpflichtig, Insulin, Septischer Schock, Intensivstation, Intensivtherapie, Intensivierte Insulintherapie bei schwerer Sepsis, Hyperglykämie, Blutzucker, Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien. 

Schwere Hypoglykämien und Komplikationen häufiger in der Intensiv-Insulintherapie-Gruppe – Normoglykämie als Ziel bei Patienten mit schwerer Sepsis und Hyperglykämie in Frage gestellt

Studie in NEJM (1)

Intensivierte Insulintherapie und Volumensubstitution mit Pentastarch bei schwerer Sepsis.  

HINTERGRUND: Die Bedeutung einer intensivierten Insulintherapie bei Patienten mit schwerer Sepsis ist bisher unklar. Eine Flüssigkeitssubstitution verbessert zwar das Überleben von Patienten mit septischem Schock, allerdings fehlen Hinweise, die den bevorzugten Einsatz von Kristalloiden oder Kolloiden stützen.

METHODEN: In einer Multicenterstudie mit zweifaktoriellem Design wurden Patienten mit schwerer Sepsis randomisiert einer intensivierten oder einer konventionellen Insulintherapie zur Blutzuckereinstellung zugeteilt. Zusätzlich erhielten die Patienten zur Flüssigkeitssubstitution niedermolekulare Hydroxyethylstärke (HES 200/0,5; 10% Pentastarch) oder modifizierte Ringer-Laktat-Lösung. Als primäre Endpunkte wurden die Mortalitätsrate innerhalb von 28 Tagen und die Durchschnittsrate von Organkomplikationen bestimmt.

ERGEBNISSE: Die Studie wurde aus Sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen. Bei 537 auswertbaren Patienten lag der mittlere morgendliche Blutglucosespiegel in der Gruppe mit intensivierter Insulintherapie niedriger (112 mg/dl [6,2 mmol/l]) als in der Gruppe mit konventioneller Therapie (151 mg/dl [8,4 mmol/l], p < 0,001). Allerdings war die Mortalität innerhalb von 28 Tagen und die durchschnittliche Fallzahl von Organkomplikationen in beiden Gruppen nicht signifikant unterschiedlich. Die Rate schwerer Hypoglykämien (Glucosespiegel < oder = 40 mg/dl [2,2 mmol/l]) lag in der Gruppe mit intensivierter Insulintherapie höher als in der Gruppe mit konventioneller Therapie (17,0% versus 4,1%, p< 0,001). Ebenso verhielt sich die Rate schwerwiegender Nebenwirkungen (10,9% versus  5,2%, p = 0,01). Die HES-Therapie war mit einer höheren Rate von akutem Nierenversagen und Nierenersatztherapie assoziiert als die Gabe von Ringer-Laktat-Lösung.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei Patienten mit instabilem Zustand bei Sepsis führte eine intensivierte Insulintherapie zu einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen durch Hypoglykämie. In der hier eingesetzten Weise erwies sich HES als schädlich und war bei Akkumulation mit gesteigerter Toxizität verbunden.

  1. Brunkhorst FM et al. Intensive insulin therapy and pentastarch resuscitation in severe sepsis. N Engl J Med 2008 Jan 10; 358:125.

 

 

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Stand: 25. Mai 2013